Blick auf das Rathaus in Oberlahnstein 

Spendensammlung für die Kriegsgräberfürsorge beginnt Mitte Oktober

Von 11. Oktober bis 25. November 2026 sind auch in diesem Jahr wieder Sammler für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. unterwegs. Mit seiner jährlichen Haus- und Straßensammlung wirbt der Volksbund um finanzielle Unterstützung für seine vielfältige Arbeit im In- und Ausland.

Eine seiner zentralen Aufgaben ist die Suche nach Kriegstoten und deren Bergung im Ausland. Im Auftrag der Bundesregierung sorgt der Volksbund dafür, dass die Verstorbenen eine würdige letzte Ruhestätte erhalten und die Gräber langfristig erhalten werden. Gleichzeitig steht die Organisation Angehörigen zur Seite, berät Behörden und Privatpersonen zu Fragen der Kriegsgräberfürsorge und arbeitet über Ländergrenzen hinweg mit zahlreichen Partnern zusammen. Seit inzwischen mehr als einem Jahrhundert verbindet der Volksbund diese Aufgaben mit seinem Leitgedanken „Gemeinsam für den Frieden“.

Dabei richtet sich der Blick längst nicht allein auf die Vergangenheit. Einen wichtigen Teil der Arbeit bilden Bildungsangebote und internationale Jugendbegegnungen. Junge Menschen aus verschiedenen Ländern kommen bei Projekten des Volksbundes miteinander in Kontakt, setzen sich mit Geschichte auseinander und erfahren, warum Erinnerung und Verständigung auch für das heutige Europa von Bedeutung sind. Auf diese Weise verbindet der Volksbund historisches Gedenken mit konkreter Arbeit für Völkerverständigung und Versöhnung.

Sichtbar wird die Arbeit auch auf den Kriegsgräberstätten im Ausland. Dort schafft und erhält der Volksbund Ruhestätten für gefallene Soldaten und zivile Opfer der Kriege. Mehr als 2,8 Millionen Kriegstote haben auf diesen Anlagen ihre letzte Ruhestätte gefunden, deren Gräber dauerhaft gepflegt werden. Die Friedhöfe sind damit nicht nur Orte des Gedenkens, sondern erinnern zugleich eindringlich an die Folgen von Krieg und Gewalt. Auch 81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bleibt diese Aufgabe aktuell: Noch immer werden Gefallene geborgen und würdig bestattet. Gleichzeitig sollen die Kriegsgräberstätten dazu beitragen, das Bewusstsein für den Wert von Frieden und gegenseitiger Verständigung wachzuhalten.

„Lange haben wir uns daran gewöhnt, in einem friedlichen Europa zu leben. Heute erleben wir, dass dieser Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Umso wichtiger ist es, die Erinnerung an die Folgen von Krieg wachzuhalten und zugleich Begegnung, Verständigung und Versöhnung zu fördern. Genau dafür steht die Arbeit des Volksbundes – und deshalb bitte ich die Lahnsteinerinnen und Lahnsteiner, die Sammlung zu unterstützen“, so Oberbürgermeister Lennart Siefert.

Wer die Arbeit des Volksbundes unabhängig von der Sammlung unterstützen möchte, kann auch telefonisch unter 0561 70090, online unter https://rheinland-pfalz.volksbund.de/helfen oder per Banküberweisung spenden. Das Spendenkonto bei der Sparkasse Koblenz lautet: IBAN: DE52 5705 0120 0000 1231 17 | BIC: MALADE51KOB.

Die eingehenden Spenden ermöglichen es dem Volksbund, Kriegsgräberstätten weltweit dauerhaft zu erhalten und zu pflegen. Zugleich finanzieren sie Bildungs- und Aufklärungsangebote, die Wissen über die Schrecken des Krieges vermitteln und deutlich machen, warum Frieden keine Selbstverständlichkeit ist.