Fairtrade-Stadt Lahnstein
Lahnstein hat sich dem fairen Handel verpflichtet! Für eine gerechtere Welt, nachhaltigen Konsum und globale Verantwortung hier vor Ort.
Seit dem 20. Mai 2012 trägt Lahnstein den Titel „Fairtrade-Stadt“. Ursprünglich im vierjährigen, mittlerweile im zweijährigen Rhythmus wird diese Zertifizierung verlängert und zeigt das konsequente Engagement der Stadt für fairen Handel, nachhaltigen Konsum und globale Verantwortung gewürdigt. Lahnstein ist damit Teil eines globalen Netzwerks aus über 2.000 Fairtrade-Towns in 36 Ländern.
Was bedeutet Fairtrade-Stadt?
Der Titel „Fairtrade-Stadt“ wird von Fairtrade Deutschland an Kommunen vergeben, die sich aktiv für faire Handelsbedingungen und gerechte Löhne für Produzentinnen und Produzenten in Entwicklungsländern einsetzen. Lahnstein erfüllt alle Kriterien dieser Auszeichnung und bekennt sich damit zu einer nachhaltigen und sozial verantwortlichen Beschaffungs- und Konsumpraxis.
Fairtrade-Produkte stehen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen, existenzsichernde Einkommen und umweltschonende Produktionsweisen. Wer Fairtrade-Produkte einkauft oder anbietet, kann aktiv zu einer besseren und faireren Welt beitragen.
Die Steuerungsgruppe Fairtrade
Herzstück des Lahnsteiner Engagements ist die Steuerungsgruppe Fairtrade. Sie koordiniert die Aktivitäten rund um den fairen Handel, entwickelt neue Ideen und sorgt dafür, dass das Thema in Lahnstein lebendig bleibt.
Den Vorsitz der Steuerungsgruppe hat Bürgermeister Johannes Lauer. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik, Einzelhandel sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern setzt sich die Gruppe dafür ein, den fairen Gedanken in der Stadt weiter voranzubringen. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, planen Aktionen und vernetzen lokale Akteure miteinander.
Eine-Welt-Laden Lahnstein
Ein unverzichtbarer Partner auf lokaler Ebene ist die Arbeitsgemeinschaft für Eine Welt e.V. mit dem Eine-Welt-Laden Lahnstein. Seit seiner Gründung bildet der Laden das handfeste Fundament für den fairen Handel in der Stadt.
Das gesamte Projekt basiert auf rein ehrenamtlichem Engagement. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren ihre Freizeit, um ein Bewusstsein für globale Gerechtigkeit zu schaffen und Verbrauchern eine nachhaltige Kaufalternative zu bieten. Das Sortiment umfasst eine breite Auswahl an fair gehandelten Lebensmitteln wie Kaffee, Tee, Schokolade und Gewürze sowie Kunsthandwerk, Geschenkartikel und Textilien aus aller Welt. Mit dem Erlös des Ladens werden zudem regelmäßig soziale Projekte und Entwicklungshilfe im globalen Süden unterstützt. Der Eine-Welt-Laden ist somit nicht nur Verkaufsstelle, sondern auch ein Ort der Begegnung und Information.
Engagement mit Wirkung
In den vergangenen Jahren sind in Lahnstein zahlreiche Projekte und Aktionen rund um den fairen Handel entstanden. Dazu gehören Benefizveranstaltungen von Schulen und Kindergärten, Informationsangebote, Aktionen während der Fairen Woche, die Entwicklung einer eigenen fairen Stadtschokolade sowie viele weitere Initiativen, die den Gedanken des fairen Handels in die Stadtgesellschaft tragen.
Jeder Beitrag zählt
Fairtrade lebt vom Mitmachen. Jede Tasse fair gehandelter Kaffee, jede Schokolade aus fairem Handel und jede bewusste Kaufentscheidung unterstützt Menschen weltweit dabei, ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.
Lahnstein ist stolz darauf, Teil dieser Bewegung zu sein – und lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, den fairen Gedanken mitzutragen. Gemeinsam können wir zeigen, dass globale Verantwortung direkt vor unserer Haustür beginnt.
Weitere Informationen
Kampagne Fairtrade-Town
Jedes Jahr organisieren engagierte Menschen in über 1.800 Fairtrade-Steuerungsgruppen deutschlandweit Aktionen und Veranstaltungen zum fairen Handel und stärken damit Produzenten in Asien, Afrika und Lateinamerika.
Die fünf Kriterien für eine erfolgreiche Bewerbung
Für die Auszeichnung zur Fairtrade-Town muss eine Kommune nachweislich fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel auf verschiedenen Ebenen einer Kommune betreffen.
- Ratsbeschluss: Die Kommune verabschiedet einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Bei allen Sitzungen des Rates und der Ausschüsse sowie im Büro des Oberbürgermeisters wird fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt und ein weiteres Produkt aus fairem Handel angeboten.
- Steuerungsgruppe: Es wird eine Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur Fairtrade-Town und darüber hinaus die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe besteht aus mindestens drei Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.
- Produkte: In den lokalen Einzelhandelsgeschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants werden mindestens zwei verschiedene Produkte aus fairem Handel angeboten.
- Zivilgesellschaft: Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen- oder Glaubensgemeinden setzen Informations- und Bildungsaktivitäten zu fairen Handel um und bieten Produkte aus fairem Handel an.
- Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: Die Steuerungsgruppe betreibt Öffentlichkeitsarbeit über die Aktivitäten zum Thema Fairtrade in der Kommune.








