Wenn Eltern älter werden und zunehmend auf Unterstützung angewiesen sind, verändern sich oft auch vertraute Rollen innerhalb einer Familie. Mit dieser Erfahrung beschäftigt sich das Theaterstück „Du bist meine Mutter“ von Joop Admiral, das am Freitag, 23. Oktober 2026 im Jugendkulturzentrum Lahnstein zu sehen ist. Anlass ist das 20-jährige Bestehen der Regionalgruppe Lahnstein-Braubach der Demenz Netzwerke Rhein-Lahn.
Im Mittelpunkt des Stücks steht die Begegnung eines Sohnes mit seiner an Alzheimer erkrankten Mutter im Pflegeheim. Der niederländische Schauspieler und Autor Joop Admiral besuchte selbst regelmäßig seine damals 80-jährige Mutter und machte diese persönlichen Erfahrungen 1981 zum Ausgangspunkt für einen außergewöhnlichen Theaterabend.
„Du bist meine Mutter“ erzählt vom Älterwerden und von einer Beziehung, die sich nach und nach verändert. Dabei geht es um Nähe und Fürsorge, um Erinnern und Vergessen, aber auch um die kleinen Eigenheiten des Alters und das Mit- und Gegeneinander der Generationen. Zwischen komischen und melancholischen Momenten widmet sich das Stück einem ernsten Thema, ohne dabei ausschließlich dessen Schwere in den Vordergrund zu stellen.
Eine Besonderheit des Einpersonenstücks liegt in seiner Inszenierung: Schauspieler Achim Conrad verkörpert sowohl den Sohn als auch dessen Mutter und lässt so die unterschiedlichen Perspektiven und die sich wandelnde Beziehung zwischen beiden unmittelbar aufeinandertreffen. Die deutsche Fassung stammt von Monika Thé, Regie führt Bernd Sass.
Mit dem Theaterabend begeht die Regionalgruppe Lahnstein-Braubach zugleich ihr 20-jähriges Bestehen. Seit zwei Jahrzehnten engagiert sie sich im Rahmen der Demenz Netzwerke Rhein-Lahn für Menschen mit Demenz und deren Angehörige.
Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. Oktober 2026 im Jugendkulturzentrum Lahnstein, Wilhelmstraße 59, statt. Einlass ist um 18.00 Uhr mit einem Sektempfang und Grußworten, anschließend beginnt die Aufführung. Der Besuch ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist bis Montag, 5. Oktober 2026 bei Peggy Reyhe unter peggy.reyhe@cv-ww-rl.de oder telefonisch unter 02621 940820 beziehungsweise 02621 9200224 erforderlich.

