Was für ein Fest! Als am 31. Mai die letzten Takte über die Rheinanlagen in Oberlahnstein hallten, blickten Veranstalter und Besucher auf eine gelungene Veranstaltung zurück. Vom 29. bis zum 31. Mai bot Lahneck Live ein abwechslungsreiches Programm, das die Lahnsteiner Musikszene e.V. wieder für die Stadt ausgerichtet hat.
Dabei war das Motto „Musik verbindet“ am traditionellen Familiensonntag mehr als nur ein Slogan, es war ein echtes Lebensgefühl. Federführend gestaltet wurde das Kinderprogramm von Nasti Houshmand aus dem Jugendkulturzentrum Lahnstein, die gemeinsam mit ihrem Team und vielen Kooperationspartnern einen Tag voller Angebote und aufregender Momente kreierte.

Während auf der Rheinbühne verschiedene Chöre auftraten, führten die Moderatorinnen Bettina Braun und Jutta Beuttemüller auf der Parkbühne mit viel Elan durchs Programm. Ob die jungen Musiker von Friday Fever der Musikschule Musicus oder die Goethe-Grundschule, die eine Performance purer Lebensfreude auf die Bühne brachte: Das war Nachwuchstalent zum Anfassen! Zwischen den sportlichen Showeinlagen des BBV Lahnstein und der mitreißenden Capoeira-Darbietung der Turngemeinde Oberlahnstein sorgte Pantomime Markus Schild auf und neben der Bühne immer wieder für herrlich komische Augenblicke.
Spätestens als Jonny Karacho die Bühne stürmte, gab es kein Halten mehr. Mit seinem Punkrock für Kids fegte der Künstler über die Bühne, brachte die Meute zum Pogen und bewies, dass Punk ein perfekter Begleiter für ein unvergessliches Kinderfest ist!
Auf dem Festivalgelände wurde überall gelacht, geschminkt und ausprobiert. Die Uni Koblenz verwandelte Wissenschaft in pures Staunen, beim Team von EinfachSeil wurde in schwindelnder Höhe geklettert und die Bastelstationen waren so umlagert, dass die Kreativität förmlich greifbar war.

In enger Kooperation von Rot-Weiß Lahnstein, dem Landessportbund RLP und dem Projekt „Integration durch Sport“ wurde mit dem Streetsoccerfeld zudem ein Raum geschaffen, in dem Integration keine Floskel ist, sondern durch den Ball am Fuß und das gemeinsame Spiel ganz natürlich gelebt wird.
Von den Glitzer-Tattoos der Kita St. Martin über das Kappen bemalen der Kita Arche Noah bis hin zum Krimi-Parcours des Netzwerks Miteinander – das Engagement der zahlreichen Vereine und Initiativen war schlichtweg beeindruckend. Jedes Angebot von Henna-Tattoos vom Beirat für Menschen mit Migrationshintergrund, das Jenga XXL von Frauenwürde e.V. oder das Stillzelt von Ramona Noll war ein Puzzleteil in einem großen, bunten Bild, das die Gemeinschaft feierte. Auch der Förderverein der kommunalen Kita Einsteinchen trug mit einer Tombola zum Gelingen bei.
Ein Tag wie dieser zeigt: Wenn so viele Menschen an einem Strang ziehen, wird aus einem Fest ein Erlebnis, das noch lange nachhallt. Lahnstein hat gezeigt, wie bunt, laut und verbindend Kultur sein kann.

