Blick auf das Rathaus in Oberlahnstein 

Lahnsteiner Stadtrat tagte im Juli

Am Donnerstag, 30. Juli tagte der Lahnsteiner Stadtrat in der Rhein-Lahn-Halle.

Nach der Einwohnerfragestunde wurde über die Auftragsvergabe der neuen Lahnquerung entschieden. Die Bauleistungen für die Errichtung des Geh- und Radwegs auf der Mole sowie der neuen Lahnquerung wurden europaweit öffentlich ausgeschrieben und einstimmig an die Bietergemeinschaft Peter Gross Infrastruktur GmbH & Co. KG aus Koblenz zum Bruttoangebotspreis von 13.579.943,41 Euro vergeben.

Als nächstes wurde der Auftrag für die Errichtung von 30 Mastleuchten entlang des Geh- und Radwegs auf der Hafenmole von der Kirchstraße bis zum geplanten Brückenbauwerk einstimmig an die Süwag Energie AG für 75.089,46 Euro vergeben. Bei den LED-Leuchten handelt es sich um das Modell „City Soul”, das auch in den Ausbaubereichen der BUGA eingesetzt werden soll. Die Leuchte kann ferngesteuert werden, sodass beispielsweise die Möglichkeit besteht, die Beleuchtungsintensität an äußere Einflüsse anzupassen oder Bewegungsmelder anzuschließen.

Im Rahmen des Umbaus der Kläranlage Lahnstein-Braubach hat die Firma Hach Lange GmbH die Messtechnik geliefert und installiert. Für den reibungslosen Betrieb ist es erforderlich, diese einmal im Jahr einer Inspektion zu unterziehen. Hier vergab der Stadtrat den Auftrag für die Inspektion der Messtechik der Kläranlage einstimmig an die Firma Hach Lange GmbH zum Bruttoangebotspreis von 18.399,18 Euro.

Danach wurde die Beauftragung eines Innenarchitekturbüros für die Gestaltung des Tagungsraums im neuen BUGA-Info-Center einstimmig abgelehnt. Der Raum im Obergeschoss des Neubaus am Alten Rathaus soll künftig als zentraler Sitzungs-, Besprechungs-, Schulungs- und Veranstaltungsraum der Stadtverwaltung genutzt werden. Die Planung umfasst neben der Möblierung auch ein Gesamtkonzept für Beleuchtung, Akustik, Medientechnik, Barrierefreiheit und Funktionalität. Aus Kostengründen wird diese ohne Innenarchitekturbüro durch die Stadtverwaltung durchgeführt.

Die Schließung der Stadthalle wurde aufgrund der Dringlichkeit als Tagesordnungspunkt hinzugefügt. Als Reaktion auf eine aktuelle brandschutztechnische Prüfung schloss die Stadtverwaltung Lahnstein ihre Stadthalle für den gesamten Veranstaltungsbetrieb. Der Umfang dieser notwendigen Maßnahmen stellt eine neue und besonders herausfordernde Situation dar. Eine belastbare Aussage darüber, in welchem Umfang technische Anpassungen erforderlich sind, welche Kosten entstehen und in welchem Zeitraum eine Umsetzung möglich wäre, kann derzeit noch nicht getroffen werden. Einstimmig wurde beschlossen, dass die Stadtverwaltung dem Rat eine Übersicht zur Entwicklung des Brandschutzes in der Stadthalle Lahnstein vorlegt. Ziel ist es, Schlussfolgerungen für den zukünftigen Umgang mit kommunalen Liegenschaften zu ziehen. Sobald weitere belastbare Erkenntnisse vorliegen, wird die Öffentlichkeit über die nächsten Schritte informiert.

Weiterhin hat der Stadtrat einstimmig dem fortgeschriebenen Regionalen Umsetzungskonzept des Rhein-Lahn-Kreises zugestimmt und zugleich beschlossen, ausgewählte Projekte über das Landesprogramm „Sondervermögen RLP-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ finanzieren zu lassen. Für Lahnstein sollen zunächst zwei Projekte für eine Förderung angemeldet werden: der Ankauf und die Sanierung des Pfarrzentrums am Europaplatz zur Erweiterung der benachbarten Kita sowie die Umgestaltung des Lahnufers zwischen Rudi-Geil-Brücke und Schleuse mit einem neuen Fuß- und Radweg. Die endgültige Entscheidung über weitere Einzelmaßnahmen soll im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2027 erfolgen.

Weitere Informationen zum Stadtrat, den Mandatsträgern und anstehenden Sitzungsterminen finden sich auf der städtischen Webseite unter www.lahnstein.de/buergerinfo.