Breites, farbenfrohes Panorama zur Bundesgartenschau 2029 mit stilisierten Landschaftsformen entlang einer Wasserfläche. Die Grafik zeigt abstrakte Hügel und Ufer in Türkis, Gelb, Rosa, Grün und Orange mit Spiegelungen im Wasser. Links oben befindet sich das BUGA-29-Logo mit Weinrebenmotiv.

Bundesgartenschau 2029

Vom 19. April 2029 bis zum 7. Oktober 2029 verwandelt sich das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal in ein blühendes Gartenfestival. Als Gemeinschaftsprojekt der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen setzt die BUGA29 die Kulturlandschaft zwischen Burgen, Weinbergen und Rheinterrassen in Szene. In acht Buga-Parks werden Gartenwelten und Themengärten zu inspirierenden Erlebnissen, die unterschiedliche Generationen zusammenbringen und verbinden.

Lahnstein nimmt dabei als einer der zentralen Standorte eine besondere Rolle ein. Mit einer Gesamtfläche von über 15 Hektar entsteht in Lahnstein ein zusammenhängendes Ausstellungs- und Naherholungsgebiet, das die Flusslandschaften von Rhein und Lahn städtebaulich neu miteinander verknüpft.
 Pläne zeigen, wie Lahnstein im Jahr 2029 aussehen könnte.

Dabei wird die Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Lahn wird nicht nur Gastgeberin für zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland sein. Vor allem bietet die Buga die Chance, öffentliche Räume nachhaltig aufzuwerten, die Lebensqualität zu steigern und wichtige Zukunftsprojekte umzusetzen.

Buga 2029 bewegt

Das Kernprojekt: Die Lahnsteiner Rheinanlagen und die Hafenmole

Das Lahnsteiner Buga-Areal erstreckt sich von den Rheinanlagen in Niederlahnstein über die Lahnmündung hinweg bis zur Hafenmole und dem Bereich rund um das historische Schloss Martinsburg in Oberlahnstein. Das gestalterische Konzept basiert auf dem Entwurf des Büros Geskes.Hack Landschaftsarchitekten, das den vorangegangenen Freiraumwettbewerb für sich entscheiden konnte.

  • Verbindung durch eine neue Brücke: Das zentrale Infrastrukturprojekt der Stadt ist der Bau einer neuen Rad- und Fußgängerbrücke über die Lahnmündung. Diese verbindet die Rheinanlagen in Niederlahnstein direkt mit der Hafenmole und ermöglicht somit ein barrierefreies, zusammenhängendes Veranstaltungsgelände.

  • Die neu gestaltete Molenspitze: An der Spitze der Hafenmole entsteht ein großzügiger, befestigter Platz kombiniert mit weitläufigen Wiesenflächen. Dieser Bereich wird als neuer Aufenthaltsort an der Lahnmündung etabliert und bietet einen freien Blick auf den Rhein.

  • Einbindung von Schloss Martinsburg: Der südliche Abschluss des Buga-Geländes rund um das Martinsschloss wird städtebaulich klar gegliedert und als historischer Bezugspunkt in den Landschaftspark integriert. Zudem entsteht am Hafenende ein markanter Hanggarten.

  • Schnittstelle im Welterbe: In Kombination mit der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz bildet Lahnstein den nördlichen Schwerpunkt der Bundesgartenschau, der auf rund 3,2 Millionen Besucherinnen und Besucher im gesamten Welterbetal ausgelegt ist.

Begleitinitiativen

Die Stadtentwicklung im Vorfeld der Bundesgartenschau setzt auf eine aktive Einbindung der Bürgerschaft und der lokalen Wirtschaft.

  • Initiative „Schöner leben bis zur Buga 2029“: Dieses städtische Programm flankiert die baulichen Vorbereitungen durch fortlaufende Aktionen in der Innenstadt. Ziel ist es, durch After-Work-Treffen, kulturelle Formate und kulinarische Angebote die Innenstadt zu beleben.

  • Projekt „Stadt. Land. Kunst“: In Kooperation mit dem Verein „rost & rosa“ werden leerstehende Ladenlokale temporär in offene Kunst- und Begegnungsorte umgewandelt, um kreative Impulse im Stadtzentrum zu setzen.

  • Einbindung des Gastgewerbes: Über Dialogveranstaltungen mit Vertretern der Gastronomie und Hotellerie werden frühzeitig gemeinsame Konzepte entwickelt, um Lahnstein als gastfreundlichen Standort für die internationalen Besucher der Buga 2029 zu positionieren.

Ein Stand mit zahlreichen Blumen, Stauden und Kräutern auf dem Salhofplatz in Lahnstein. Zwei Personen, eine Frau und ein Mann, betrachten die Pflanzen an einem blau-weißen Marktstand mit Sonnenschirmen. Im Hintergrund sind die Stadthalle, die Volksbank und historische Fachwerkgebäude zu sehen.

Buga-Zeitplan

  • 2026: Die Baumaßnahmen auf den Projektflächen beginnen. Gärtnerische Ausstellungsbeiträge werden entwickelt.

  • 2027: Die touristische Vermarktung der Buga 2029 beginnt. Dienstleistungen werden ausgeschrieben.

  • 2028: Erste Baumaßnahmen werden abgeschlossen. Der Ticketvertrieb an Endkunden startet.

  • 2029: Letzte Bauma0nahmen enden. Wir feiern sechs Monate lang die Buga 2029. Anschließend beginnen Rückbau-und Wiederherstellungsmaßnahmen.

  • 2030: Die neu geschaffenen Naturerlebnisräume werden nachhaltig genutzt. Die neuen touristischen Konzepte werden dauerhaft vermarktet.

Nachhaltige Stadtentwicklung über das Jahr 2029 hinaus

Die Planungen für die Bundesgartenschau 2029 sind als langfristige Investition in die städtische Infrastruktur und die Lebensqualität der Bevölkerung angelegt. Während das temporäre Ausstellungskonzept im Sommerhalbjahr 2029 floristische Highlights, Themengärten und Kulturveranstaltungen bietet, bleiben die grundlegenden baulichen Veränderungen dauerhaft erhalten.

  • Stärkung des Wasserzugangs: Die Zugänge aus den Stadtteilen an die Uferzonen von Rhein und Lahn werden ausgebaut und gestärkt.

  • Impulse für die Infrastruktur: Neben den Grünanlagen stehen der Stadt durch die Wettbewerbsergebnisse auch konstruktive Vorschläge für die zukünftige Entwicklung des Bahnhofsvorplatzes in Oberlahnstein sowie des weiteren Hafengebiets zur Verfügung.

Pläne

Wie könnte Lahnstein im Jahr 2029 aussehen? Die folgenden Visualisierungen geben einen Eindruck davon, welche Chancen die Bundesgartenschau für unsere Stadt eröffnet. Sie zeigen mögliche Entwicklungen von Grünflächen, Aufenthaltsorten und Begegnungsräumen, die Lahnstein dauerhaft bereichern sollen.