Blick auf das Rathaus in Oberlahnstein 

Bergbaumuseum Lahnstein startet in die Saison 2026

Nach der Winterpause öffnet das Bergbaumuseum Grube Friedrichssegen ab April wieder seine Tore für Besucher. Es befindet sich im Ahlerhof, bei der Brücke Friedrichssegen in Richtung Lahnkraftwerk, gegenüber des THW-Geländes.

Die Ausstellung gibt spannende Einblicke in die Geschichte des einst florierenden Bergbaugebiets im heutigen Lahnsteiner Stadtteil Friedrichssegen.

In der Saison 2026 ist das Museum von April bis einschließlich September jeweils am ersten Sonntag im Monat von 12:30 bis 15:00 Uhr geöffnet. Die Termine sind: 05. April (Ostersonntag), 03. Mai, 07. Juni, 05. Juli, 02. August sowie 06. September. Darüber hinaus ist eine Sonderöffnung am Internationalen Museumstag, 17. Mai vorgesehen. Die Öffnungszeiten für diesen Tag werden rechtzeitig bekannt gegeben. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Darüber hinaus sind Besichtigungen ganzjährig nach individueller Vereinbarung möglich. Interessierte können sich per E-Mail unter kontakt@grube-friedrichssegen.de an den Verein wenden oder über das Stadtarchiv unter archiv@lahnstein.de sowie telefonisch 02621 914-296 einen Termin anfragen.

Seit Ende 2025 wird das Bergbaumuseum von Mitgliedern des gemeinnützigen Vereins „Montan- und Heimatgeschichte Grube Friedrichssegen e.V.“ in Abstimmung mit dem Stadtarchiv Lahnstein betreut. Der Verein engagiert sich ehrenamtlich für den Erhalt und die Präsentation der Bergbaugeschichte sowie für die Pflege der Einrichtungen entlang des Bergbaupfads Friedrichssegen. Er versteht sich zudem als ideeller Nachfolger des früheren Arbeitskreises Grube Friedrichssegen.

Die Ausstellung im Museum vermittelt anschaulich die Geschichte des einst bedeutenden Bergbaustandorts im heutigen Lahnsteiner Stadtteil Friedrichssegen. Von der ersten urkundlichen Erwähnung der Schürfrechte im Jahr 1220 über die Blütezeit des Bergbaus im 19. Jahrhundert bis zur Schließung des Bergwerks im Jahr 1913 spannt sich der historische Bogen. Einige Exponate, historische Dokumente und eine umfangreiche Edelsteinsammlung geben Einblicke in die Arbeitswelt der Bergleute. Ein besonderes Highlight ist das detailreiche Modell des Bergbaudorfs um 1900, das die damalige Bebauung zwischen Lahn und dem alten Bergmannsfriedhof zeigt.

Wer den Museumsbesuch mit einer Wanderung verbinden möchte, kann den rund drei Kilometer langen Bergbaupfad Friedrichssegen erkunden. Entlang von elf Informationstafeln führt der Weg durch das Erzbachtal und vermittelt Wissenswertes über die Geschichte der Grube Friedrichssegen, die Geologie der Region und die Entstehung der Erzlagerstätten. Auch Themen wie das Leben der Bergleute, der Weg vom Erz zum Metall und die Bergmannssprache werden anschaulich erläutert.