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UNESCO Welterbe
28. September 2023 Kategorie: Pressemitteilungen

Führend im Bereich der Gesundheitsförderung und Therapie im Wald: Lahnsteiner Kur- und Heilwald erhält internationale Zertifizierung


Bei der Übergabe des Zertifikats zum ersten internationalen Kur- und Heilwald in Deutschland kamen zahlreiche Personen zusammen, die an diesem wegweisenden Projekt beteiligt sind.

v. l. n. r.: Manfred Breitbach (Geschäftsführer der Unfallkasse RLP), Dr. Jörg Henning (medizinischer Leiter des Kur- und Heilwaldes Lahnstein), Astrid Haderlein (Stadtverwaltung Lahnstein), Oberbürgermeister Lennart Siefert, Lars Bauer (Geschäftsführer der BioCon Valley GmbH), Dr. Stefanie Frech (Leiterin „Internationale Zertifizierungsstelle Heilwald“)

Viele Stationen im Lahnsteiner Kur- und Heilwald sind nicht nur gut für die Gesundheit, sondern bringen auch Spaß und fördern das soziale Bewusstsein. (Fotos: Mira Bind / Stadtverwaltung Lahnstein)

Wälder haben ein erhebliches Potenzial für die Prävention von Krankheiten und können bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern heilende Impulse setzen und Therapien unterstützen. Mit seiner ganz besonderen Entwicklung in diesem Bereich hat der Lahnsteiner Wald die Auszeichnung als erster international zertifizierter Kur- und Heilwald Deutschlands erhalten. Dieses bedeutende Zertifikat wurde von der „Internationalen Zertifizierungsstelle Heilwald“ verliehen und markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Lahnsteiner Waldes. Die feierliche Übergabe fand im Rahmen einer Veranstaltung statt, bei der Lars Bauer, Geschäftsführer der BioCon Valley GmbH, in der die „Internationale Zertifizierungsstelle Heilwald“ angedockt ist, persönlich das Zertifikat an Oberbürgermeister Lennart Siefert überreichte.

Die internationale Zertifizierung als Heilwald ist ein wichtiger Schritt, der den Lahnsteiner Kur- und Heilwald als führende Institution im Bereich der Gesundheitsförderung und Therapie in Deutschland etabliert. „Im Lahnsteiner Kur- und Heilwald kann man eine breite gesundheitsfördernde Wirkung erleben. Die liebevolle Gestaltung der Stationen macht das Konzept in Lahnstein ganz besonders – man spürt, dass der Heilwald hier mehr als nur ein Projekt ist,“ so Lars Bauer bei der Zertifizierungsfeier im Stadtwald. Der Erfolg wurde durch die Bemühungen von zahlreichen Personen und Organisationen möglich gemacht, die an diesem wegweisenden Projekt beteiligt sind. Unter den Gästen der Feierstunde zur Zertifikatsübergabe waren neben Oberbürgermeister Lennart Siefert auch Beigeordneter Sebastian Seifert sowie Dr. Stefanie Frech, Lars Bauer und Michael Lüdtke von BioCon Valley. Ebenfalls anwesend waren Mitglieder der Steuerungsgruppe und des Beirats für den Kur- und Heilwald, außerdem Vertreter des Fördervereins sowie der Fraktionen und des Stadtrates sowie der medizinischen Partner. OB Siefert nutze die Gelegenheit, sich bei allen Beteiligten für die stete Unterstützung zu bedanken.

Die Zertifizierung als Heilwald erfordert, dass Waldgebiete strenge Standards erfüllen, um ihre Eignung für therapeutische Zwecke nachzuweisen. Dabei müssen sie naturnah und gesund sein, bestenfalls mit herausragender Luftqualität und speziellen Flächen für therapeutische Anwendungen und Übungen, ausgestattet mit entsprechenden Geräten – Voraussetzungen, die in Lahnstein gegeben sind. Hier finden sich fünf Hauptbereiche, darunter der Achtsamkeits-Pfad im Bereich der Psychosomatik, der Atem-Parcours für Lungenpatienten, der Herz-Kreislauf-Pfad, ein Fitness-Parcours für Orthopädie und Geriatrie sowie in Zukunft der geplante Stoffwechsel-Pfad. Therapeuten können Programme für Patienten(gruppen) im und mit dem Wald planen und durchführen. Dabei adaptieren sie therapeutische Methoden ihrer jeweiligen Fachdisziplin auf die Anwendung im Wald und profitieren dem Zusatznutzen der heilsamen Waldumgebung.

Seit Baubeginn 2021 hat sich der Stadtwald mit dem Bau der Stationen erheblich verändert. Zudem wurden Bänke und Parkplätze geschaffen und im vergangenen Winter und Frühjahr der Fitness-Parcours mit speziellen Stationen zur Sturzprävention vervollständigt sowie die Station „Gleichgewicht“ in der Nähe des Spießborn-Parkplatzes hinzugefügt. Alle Bauaktivitäten erfolgten in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Forst. Der Parcours wurde außerdem in Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten der Klinik auf der Lahnhöhe, unter der medizinischen Leitung von Dr. Jörg Henning, entwickelt. „Dr. Jörg Henning zeigt sich verantwortlich für die medizinische Konzeption des Kur- und Heilwaldes. Ohne die fruchtbare Zusammenarbeit von Ehrenamt und Hauptamt wäre der Kur- und Heilwald in dieser Form nie entstanden,“ dankte Siefert auch dem medizinischen Projektleiter. Verlässlicher Partner des Kur- und Heilwaldprojekts ist auch die Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Die Sicherheit im Wald, sowohl für Patienten als auch für Therapeuten, Gruppen und Individualbesucher, steht hier im Mittelpunkt, und die Unfallkasse RLP berät kontinuierlich.

Derzeit arbeitet die Stadtverwaltung Lahnstein an einer Beschilderung, die es auch Individualbesuchern ermöglicht, die Stationen ohne Einweisung eines Therapeuten zu nutzen. Außerdem folgen die letzten Stationen, zu denen auch die Willkommensstation am Spießborn zählt. Bis dahin stehen bereits alle bisher gebauten Stationen den Besuchern zur Verfügung.

Der Lahnsteiner Kur- und Heilwald verspricht, ein Vorreiter in der Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens in Deutschland zu sein. „Dieser bedeutende Meilenstein wird zweifellos viele Menschen dazu ermutigen, die Heilkraft des Waldes zu nutzen und von den vielfältigen Therapieangeboten und Möglichkeiten zu profitieren,“ so Lahnsteins Oberbürgermeister Lennart Siefert.