23. Dezember 2022 Kategorie: Pressemitteilungen

Programmänderung im Theater Lahnstein


Am heutigen Freitag, 23. Dezember 2022, ist der Intendant der Städtischen Bühne Lahnstein, Friedhelm Hahn, mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden. Grund hierfür ist die erst kürzlich bekannt gewordene deutliche Überschreitung des ihm in Verantwortung überlassenen und durch Beschluss des Stadtrates gedeckelten Budgets der Städtischen Bühne in einer Größenordnung von derzeit rund 70.000 Euro. Die Stadtverwaltung sieht durch diesen Vorgang das Vertrauensverhältnis in eine weitere, gemeinsame Zusammenarbeit irreparabel zerstört.

Aufgrund dieser Situation müssen die geplanten Vorstellungen im Nassau-Sporkenburger Hof für den Monat Dezember ersatzlos gestrichen werden. Auch die ursprünglich im Spielplan vorgesehenen Veranstaltungen im Januar 2023 entfallen. Zudem wird das geplante Stück „Alte Sorten“ nicht zur Aufführung kommen.

Von Seiten der Verwaltung wird der für das Jahr 2023 vorgesehene alternative Spielplan Anfang Januar vorgestellt. Zum 02. Januar 2023 übernimmt eine Interimsleitung und stellt somit den weiteren Spielbetrieb sicher.

Bereits erworbene Karten können im Rathaus der Stadtverwaltung Lahnstein, Kirchstraße 1 zurückgegeben werden.DDie Erstattung erfolgt auf das angegebene Konto.

Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8.30 bis 11.30 Uhr und Donnerstag zusätzlich von 14.00 bis 17.30 Uhr.

Formular zur Kartenrückgabe

Aktuelle Informationen erhalten Sie auch auf www.lahnstein.de/theater.

Ergänzung: Im Gerichtsprozess um das Arbeitsverhältnis des Lahnsteiner Theaterintendanten Friedhelm Hahn kam es es zu einem Vergleich vor dem Koblenzer Arbeitsgericht. Mit diesem von den Parteien vereinbarten Vergleich steht nun fest: Friedhelm Hahn handelte nicht als Festangestellter der Stadtverwaltung Lahnstein, sondern war im Rahmen seiner Tätigkeit selbstständig und weisungsfrei tätig. Beide Parteien sind sich außerdem einig, dass die bestehenden Vertragsverhältnisse der Theaterintendanz und Inspizienz der Burgspiele sowie der Regievertrag zum 31.12.2022 beendet wurden. Im Gegenzug erhält Friedhelm Hahn 25.000,00 Euro als Entschädigung. Die Stadt Lahnstein hält zudem an den Vorwürfen, die zu der fristlosen Kündigung Hahns führten, nicht weiter fest.

Aufgrund der durch Interimsleiterin Arina Horre erkannten Einsparpotentiale im Bereich des Theaterbudgets ist sichergestellt, dass die Entschädigungssumme des Gesamthaushalt der Stadt Lahnstein nicht zusätzlich belasten wird.