13. Januar 2022 Kategorie: Pressemitteilungen

Gutachten über Lüftungsmöglichkeiten für Kitas und Schulen in Lahnstein ist da


In seiner Sitzung vom 22. Juli 2021 hat der Lahnsteiner Stadtrat beschlossen, ein Fachbüro mit der kurzfristigen Prüfung der in der Trägerschaft bzw. im Eigentum der Stadt Lahnstein stehenden Schulen, Sporthallen und Kindertagesstätten auf Einsatzmöglichkeiten und Praktikabilität von Lüftungsanlagen inklusive Kostenermittlung sowie Fördermöglichkeiten zu beauftragen.

Dieses Gutachten ist vom beauftragten Ingenieurbüro Ende letzten Jahres bei der Stadtverwaltung Lahnstein eingegangen.

Verwaltungsintern wird das Gutachten derzeit geprüft. So sind noch verschiedene Ergänzungen durch das Ingenieurbüro erforderlich, welche der Verwaltung noch im Januar vorgelegt werden. Danach werden eine weitere Behandlung und eine endgültige Entscheidung in den städtischen Gremien erfolgen.

Wie der Lahnsteiner Oberbürgermeister Peter Labonte mitteilt, wurden insgesamt 13 Einrichtungen untersucht, hierzu gehören die Rhein-Lahn-Halle, die Mensa der Schillerschule, die Goetheschule mit Mensa und Sporthalle, die Grundschule Friedrichssegen inklusive Mehrzweckhalle, die Kindertagesstätten EinSteinchen, Rambazamba und LahnEggs, Arche Noah, Allerheiligenberg Kastanienplatz sowie das Kinderhaus Morgenstern.

Um eine ausreichende Belüftung herzustellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So zählt der Einbau von raumlufttechnischen Anlagen zu den aufwendigsten und kostenintensivsten, aber auch effektivsten.

Für den Bereich der Schulen und Kindertagesstätten können diese durch den Bund gefördert werden. Es werden allerdings nur Neuanlagen bezuschusst, die im kombinierten reinen Zu-/Abluftbetrieb mit Wärmerückgewinnung oder kombinierten Zu-/Abluftbetrieb mit Wärmerückgewinnung mit einem Umluftanteil von maximal 50% betrieben werden. Die Förderung nach dieser Richtlinie beträgt 80% der förderfähigen Ausgaben und ist auf 500.000 Euro pro Standort begrenzt.

Die Verwaltung hat bereits entsprechende Förderanträge für alle in Trägerschaft bzw. im Eigentum stehende Schulen und Kindertagesstätten gestellt. Diese wurden mit einer Gesamtfördersumme von bis zu 2,516 Millionen Euro bewilligt. Mit dieser Förderung wird die Stadt Lahnstein in der Lage sein, die erforderlichen Lüftungsanlagen zu beschaffen.

Auch das Aufstellen von mobilen Lüftungsgeräten ist grundsätzlich in Gruppen- oder Klassenräumen möglich, allerdings werden diese aktuell weder vom Land noch vom Bund bezuschusst.

Beim Einsatz von mobilen Luftreinigern ist auch zu beachten, dass diese zwar einen Teil der Aerosole aus der Luft filtern oder die darin enthaltenen Viren inaktivieren. Sie können aber nicht die verbrauchte Raumluft erneuern. Eine ausreichende Lüftung bleibt weiter erforderlich. Die typischen Begleiterscheinungen des freien Lüftens wie etwa die Abkühlung im Winter, werden durch Luftreiniger also nicht vermieden.

Über ein bereits abgeschlossenes Landesförderprogramm zur Anschaffung von mobilen Luftreinigungsgeräten für nicht gut zu lüftende Räume in Schulen hat die Stadtverwaltung Lahnstein bereits zwei mobile Lüftungsgeräte für den Computerraum der Goetheschule und einen Raum in der Grundschule Friedrichssegen angeschafft und installiert. Die mögliche Förderung nach der damaligen Richtlinie betrug bis zu 100 Prozent, max. 3.500 Euro der förderfähigen Kosten pro Gerät. Die tatsächliche Zuwendung betrug 6.880,58 Euro.

„Mein Dank gilt Bund und Land für die Förderung der Lüftungsanlagen für Kindertagesstätten und Grundschulen in der Trägerschaft der Stadt“, so Lahnsteins OB Peter Labonte. „Allerdings ist es mit der Beschaffung der Luftfilter nicht getan, es kommen nicht unerhebliche Kosten für Betrieb und Unterhaltung hinzu.“ Auch sei fraglich, wie viele Geräte überhaupt beschafft werden können. Der Bedarf ist bundesweit hoch und die Kommunen bestellen nun fast alle gleichzeitig, die Nachfrage könnte also das Angebot übersteigen.