14. September 2021 Kategorie: Pressemitteilungen

Offene Denkmäler zogen in Lahnstein viele historisch interessierte Einheimische und Gäste an


Bild 1: Tag des offenen Denkmals auf dem Lahnsteiner Hexenturm.

Bild 2: Am Stadtmauerhäuschen konnte man gegen eine Spende auch erste Kürbisse mitnehmen. (Fotos: Bernd Geil / Stadtverwaltung Lahnstein)

Die geöffneten Denkmäler am Rhein-Lahn-Eck hatten am Tag des Offenen Denkmals am traditionellen zweiten Sonntag im September regen Zulauf. Sicherlich sorgten die neuen Bestimmungen der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus für Erleichterung: Mit Kontaktnachverfolgung und der so genannten 2-G+-Regel war ein Besuch der historischen Gemäuer und des Interieurs ohne Personenbegrenzung und Abstand möglich.

Sowohl auf dem Pulverturm als auch auf dem Hexenturm wurden die angebotenen Führungen rege angenommen. Der weite Blick von der Wehrplatte animierte zum Fotografieren. Anhand der Kontaktdatenliste lässt sich erkennen, dass über 70% der Besucherinnen und Besucher von auswärts anreisten, die sich gleich mehrere Bauwerke anschauten.

So fand auch die Führung am Martinschloss einen großen Zuspruch. Gezeigt wurde der südöstliche, der so genannte Weinsberger Turm. Zusätzlich konnte im Erdgeschoss des Nordflügels das Fastnachtsmuseum mit verlängerten Öffnungszeiten besucht werden. Seit 25 Jahren wird hier ein geordnetes Sammelsurium der fünften Jahreszeit in Lahnstein und weit darüber hinaus präsentiert. Das Museum hat noch bis Ende September jeden Sonntagnachmittag bis 16.30 Uhr geöffnet.

Auf und ab ging es beim historischen Wasserturm, dessen Inneres sich radikal gewandelt hat: Besitzer Rainer Kempf-Roth präsentierte stolz die darin von ihm neu eingerichtete Ferienwohnung, die voraussichtlich ab Frühjahr 2022 gebucht werden kann. Wohnzimmer, Küche, zwei Schlafzimmer mit Bad und obendrüber sogar noch eine Bar sowie die tolle Aussicht von der Balllustrade.

Am Stadtmauerhäuschen in der Hintermauergasse ging es auch nicht barrierefrei zu. Unglaublich für viele der Gäste, dass in dem kleinen Haus einst eine Familie mit acht Kindern gelebt hatte. Im Inneren waren einige neue Stiftungen zu sehen, darunter ein mehrstöckiges., etwa 100 Jahre altes Puppenhaus. Draußen konnte man vom Förderverein die ersten Kürbisse gegen Spende zugunsten des Museums mitnehmen. Eine weitere Öffnung mit neuen Kürbissen ist für den 10. Oktober 2021 vorgesehen.

Im Ortsteil Niederlahnstein war der Förderverein Johanniskirche wie jedes Jahr mit einem Infostand zu seiner Arbeit, mit Schriften und regionalen Weinen vertreten und führte auf Wunsch die Gäste durch die älteste Emporenbasilika am Mittelrhein.