Soforthilfen des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz

Soforthilfen des Bundes für die Gewährung von Überbrückungshilfen als Billigkeitsleistungen für Corona-Soforthilfen, insbesondere für kleine Unternehmen und Soloselbstständige.

Anträge können über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz gestellt werden.

Nachfolgend stehen die Dokumente auch hier zum Herunterladen bereit:

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind von der Corona-Krise in ihrer Existenz bedrohte Soloselbständige, Angehörige der Freien Berufe und kleine Unternehmen einschließlich Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion mit bis zu 10,0 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent), die

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen oder
  • im Haupterwerb als Freiberufler oder Selbständige tätig sind, und
  • ihre Tätigkeit von einer rheinland-pfälzischen Betriebsstätte oder einem Sitz der Geschäftsführung in Rheinland-Pfalz aus ausführen,
  • bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind und
  • ihre Waren oder Dienstleistungen bereits vor dem 31. Dezember 2019 am Markt angeboten haben

und die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, die ihre Existenz bedrohen, weil die liquiden Mittel nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).  

Nicht förderfähig

  • Unternehmen, die sich bereits vor dem 11. März 2020 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befanden,
  • Unternehmen mit Unternehmenssitz außerhalb von Rheinland-Pfalz,
  • Unternehmen mit mehr als 10,0 Beschäftigten (Vollzeitäquivalenten) sowie
  • Einzelpersonen, die über einen anderweitigen Haupterwerb und damit weitere Einnahmen verfügen.
  • Der Bezug von Leistungen nach dem ALG II innerhalb der letzten drei Monate vor dem 11. März 2020 schließt die Bewilligung der Soforthilfe für Soloselbstständige aus.

Höhe der Förderung

Für die Soforthilfe gilt folgende Staffelung:

  • Einmalzahlung in Höhe von bis zu 9.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 5,0 Beschäftigten (VZÄ)
  • Einmalzahlung in Höhe von bis zu 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10,0 Beschäftigten (VZÄ)

Der Maximalbetrag der Förderung richtet sich nach dem durch die Corona-Krise verursachten und im Antrag geltend gemachten Liquiditätsengpass (oder entsprechendem Umsatzeinbruch), jedoch liegt die Höchstgrenze bei den oben genannten Beträgen.   

KfW-Schnellkredite für den Mittelstand

Die Beantragung erfolgt über die Hausbank. Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal € 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal € 500.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3 % mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten.

Ergänzendes Sofortkredit-Programm des Landes Rheinland-Pfalz

Das Landesprogramm "Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz" ergänzt die Soforthilfen des Bundes und erweitert diese zudem auf Unternehmen bis zu 30 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente).

Antragsberechtigte 

Antragsberechtigt sind Soloselbstständige, Freiberufler, Unternehmen und Landwirtschaft mit Sitz in Rheinland-Pfalz.

weitere Informationen

Kredit

Der Kredit wird im Hausbankverfahren beantragt. Die Kreditgewährung erfolgt durch die ISB an die Hausbank zur Weiterleitung an den Endkreditnehmer. Die Auszahlung des Kredites erfolgt zu 100 %. Der Kredit wird mit einer 90%igen Haftungsfreistellung für das durchleitende Kreditinstitut beantragt und ausgereicht.

Eine Kreditzusage setzt voraus, dass die Rückzahlung des Kredites durch den Endkreditnehmer bei normalem wirtschaftlichem Verlauf zu den vereinbarten Bedingungen erwartet werden kann. Für den Kredit können bankübliche Sicherheiten bestellt werden. Art und Umfang der Besicherung werden im Rahmen der Kreditverhandlungen zwischen dem Antragsteller und seiner Hausbank vereinbart. 

Kreditanträge müssen bis spätestens 30.06.2020 bei der ISB eingehen.

Programmzinssatz

Der Programmzinssatz für den Endkreditnehmenden beträgt 1,00 % p.a.
Die Tilgung erfolgt zwischen dem 31.03.2022 und dem 31.03.2026 in 17 gleichhohen vierteljährlichen Raten. Diese o. g. Sofortkredite ergänzen die bereits am Montag, den 30.03.2020 veröffentlichen Soforthilfen des Bundes (Zuschüsse).

Bitte beachten

Bei der Unternehmensgruppe Solo-Selbständige und Unternehmen bis 10 Mitarbeiter können die Gewährung des Bundes-Zuschusses und / oder des Darlehens unabhängig voneinander erfolgen. Bei der Unternehmergruppe 11 – 30 Mitarbeiter sind Darlehen und Zuschuss nur im Verbund zu beantragen.

14.04.2021: aktuelle Corona-Hilfen auf einen Blick

Mit der zweiten Landesverordnung zur Änderung der 18. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz vom 10. April 2021 wurde die Laufzeit der aktuellen 18. Corona-Bekämpfungsverordnung (18. CoBeLVO) bis einschließlich 25. April 2021 verlängert. Damit sind Betriebe der Hotellerie und Beherbergung weiterhin geschlossen. Sie können bei Bedarf ausschließlich für den nicht touristischen Reiseverkehr unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen öffnen.

Aufgrund der vom Bund im Rahmen der Änderung des Infektionsschutzgesetzes geplanten bundesweit einheitlichen Corona-Maßnahmen (Umsetzung der „Notbremse“) ab einem Sieben-Tage Inzidenzwert von über 100 können sich Änderungen ergeben, über die wir Sie informieren werden.

Antworten auf häufige Fragen zur Auslegung der Corona Regelungen in Rheinland-Pfalz finden Sie hier:

https://corona.rlp.de/de/aktuelles/corona-regeln-im-ueberblick

Die aktuellen Rechtsgrundlagen finden Sie hier:

https://corona.rlp.de/de/service/rechtsgrundlagen


Im Hinblick auf die vom Bund bereit gestellten Hilfsinstrumente zum Ausgleich der wirtschaftlichen Folgen der Corna-Pandemie beachten Sie bitte die aktuellen Regelungen:


  • November-/Dezemberhilfe (hierbei handelt es sich um eine außerordentliche Wirtschaftshilfe): Anträge sind nur noch bis zum 30. April möglich! 
  • Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen:

1. Überbrückungshilfe I (Fördermonate Juni bis August 2020):  Antragstellung abgelaufen
2. Überbrückungshilfe II (Fördermonate Sept. bis Dez. 2020):  Antragstellung abgelaufen, Änderungsanträge sind bis zum 31.05.2021 möglich
3. Überbrückungshilfe III (Fördermonate November 2020 bis Juni 2021):  Anträge können bis zum 31. August 2021 gestellt werden
4. Neustarthilfe: Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist, die aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt.

Eine Übersicht und alle ausführlichen Informationen erhalten Sie hier:

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

Beachten Sie bei den Informationen zu den einzelnen Hilfsinstrumenten jeweils die Rubrik "Fragen und Antworten", die ausführlich auf häufige Fragestellungen eingeht.

Kontakt

Wirtschaftsförderung Stadt Lahnstein

Marc Klaßmann

+49 (0)2621 914-242

+49 (0)2621 914-330

m.klassmann(at)lahnstein.de

Größere Unternehmen

Unternehmen mit mehr als 10,0 Beschäftigten, jedoch weniger als 30,0 Beschäftigen können zusätzlich eine Soforthilfe aus Mitteln des „Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz“ beantragen. Es handelt sich hierbei um ein Darlehensprogramm mit einem ergänzenden Zuschuss, das über die Hausbanken beantragt wird.

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Zudem gibt es einen KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

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