Konzeption für das Jugendkulturzentrum Lahnstein

Fortschreibung Oktober 2014

Gliederung


A. Einleitung

B. Rechtliche Grundlagen

C. Geschichte des Hauses

D. Rahmenbedingungen des Hauses

E. Allgemeine pädagogische Ziele
    
    1. Prävention
    2. Bedürfnisorientierung
    3. Partizipation
    4. Erlernen sozialer Kompetenz
    5. Meinungsbildung
    6. Emanzipation
    7. Förderung von Kreativität
    8. Beziehungsarbeit
    9. Gemeinwesenarbeit

F. Schwerpunkte der Arbeit im Haus
    
1.    Generationsübergreifende Begegnung und Kommunikation                
2.    Angebote mit bildungs- und kulturpädagogischem Charakter
3.    Gruppenorientierte erlebnis- und freizeitpädagogische Angebote

G. Gremienarbeit / Kooperationspartner / Netzwerke

H. Schlusswort

 

A.    Einleitung

Die Tatsache, dass offene Jugend- und Gemeinwesenarbeit, sowie bildungs- und kulturpädagogische Arbeit schnelllebig, störanfällig, konfliktträchtig und folglich immer legitimationsbedürftig ist, führt zu der Einsicht, dass nicht Rezeptwissen, sondern situatives Handeln unter bestimmten Rahmenbedingungen gefragt ist.
Konzept heißt deshalb, flexible Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Lebenswelten zu etablieren, die wiederum die beteiligten Akteure in die Lage versetzen situativ zu handeln.
Diese Konzeption ist insofern als Orientierungsrahmen und nicht als Festkonzeption in dem Sinn: „ .. weil es in der Konzeption steht, müssen wir uns jetzt auch daran halten...“,  zu verstehen. Vielmehr richtet sie sich vor dem Hintergrund der Offenheit in der soziokulturellen Arbeit nach Gegebenheiten, Jugendkultur, Besucherkonstellation und gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen.

B.    Rechtliche Grundlagen

I. Landesgesetz zur Förderung der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit (Jugendförderungsgesetz) vom 21.12.1993
Dieses Gesetz regelt das Nähere über Inhalt und Umfang der Aufgaben und Leistungen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit nach den §§ 11 bis 13 des Achten Buches Sozialgesetzbuch.

§ 2  Jugendarbeit
(1) Die Jugendarbeit nach § 11 des Achten Buches Sozialgesetzbuch ist ein eigenständiges Sozialisationsfeld neben Erziehung und Bildung in Familie, Schule und Beruf. Sie bietet insbesondere in den in § 11 Abs. 3 des Achten Buches Sozialgesetzbuch genannten Schwerpunktbereichen Einrichtungen, Dienste und Veranstaltungen für junge Menschen an der Gestaltung ihrer Lebensumwelt. Die Angebote der Jugendarbeit können auch Personen, die das 27. Lebensjahr vollendet haben, in angemessenem Umfang einbeziehen.
(2) Wesentliche Merkmale der Jugendarbeit sind die Vielfalt ihrer Inhalte, Formen und Trägerstrukturen sowie die Freiwilligkeit der Teilnahme junger Menschen und die Möglichkeit zur Mitgestaltung. Sie bedarf einer ausreichenden Zahl von hauptamtlichen Fachkräften und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der öffentlichen und freien Träger der Jugendarbeit.
 (3) Jugendarbeit orientiert sich hinsichtlich ihrer Inhalte und Formen an den Interessen und lebensweltlichen Bezügen junger Menschen. Sie findet statt als mobile Arbeit oder in Einrichtungen. Sie umfasst insbesondere Jugendbildung, Freizeitangebote, internationale Begegnungen, Jugendberatung, Jugendinformation und Angebote für besondere Gruppen von jungen Menschen. Zu den Aufgaben der Jugendarbeit gehört auch die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
(4) Jugendarbeit entwickelt eigenständige Ansätze und Angebote für Mädchen und junge Frauen. Sie leistet mit der Berücksichtigung der besonderen Interessen und Problemlagen von Mädchen und jungen Frauen einen Beitrag zur Stärkung weiblicher Identität und Selbständigkeit und soll damit auf eine Chancengleichheit der Geschlechter hinwirken.
(5) Die Arbeit mit Kindern ist ein wesentlicher und eigenständiger Teil der Jugendarbeit. Sie umfasst insbesondere Angebote der sozialen und kulturellen Bildung. Sie schafft für Kinder geeignete Formen der Beteiligung an der Gestaltung ihrer Lebensumwelt.
(6) Jugendarbeit soll interkulturell ausgerichtet sein. Ihre Angebote sollen sich gleichermaßen an deutsche und ausländische junge Menschen richten und zum Abbau von Vorurteilen und zu gegenseitigem Verständnis beitragen.

Im Rahmen des Jugendförderungsgesetzes sind drei Prinzipien besonders hervorzuheben:

a) Die zielgruppenspezifische Entfaltung des Angebots
Das gesellschaftliche Bewusstsein für fortbestehende geschlechtsspezifische Benachteiligungsprozesse und für die geschlechtsspezifische Verschärfung allgemeiner sozialer Benachteiligungen nimmt zu. Dadurch ist der Bedarf für eine eigenständige Mädchenarbeit sowie eine spezifische Mädchensozialarbeit deutlich geworden. Das Jugendförderungsgesetz hat beide in den Katalog der Leistungen aufgenommen.

b) Die Betonung der Interkulturalität in der Jugendarbeit
Die zunehmende Internationalisierung unserer Gesellschaft findet ihren Niederschlag in der Betonung der Interkulturalität der Jugendarbeit und in der Berücksichtigung der Jugendsozialarbeit für junge Menschen, die nach Deutschland zugewandert sind oder aus zugewanderten Familien stammen.

c) Die besondere Bedeutung der Arbeit mit Kindern
In früheren Zeiten trat die Jugendarbeit häufig erst in Aktion, wenn Kinder aus dem Handlungsraum ihrer Wohnumgebung und aus der Aktionsgemeinschaft mit den benachbarten Gleichaltrigen herausgewachsen und damit dem Jugendalter nahegerückt waren. Die Veränderungen in der Alltagswelt von Kindern haben diese Ausgangsbedingungen dramatisch verändert. Der Raum zur autonomen Freizeitgestaltung ist für die Kinder erheblich eingeschränkt, der Einfluss vielfältiger kommerzieller Angebote gewachsen. Mit der Sicherung von kindgemäßen Entwicklungs- und Handlungsräumen im Freizeitbereich ist der Jugendarbeit eine neue Aufgabe zugewachsen.
Darüber hinaus setzt das Jugendförderungsgesetz dem Trend zur Trennung gesellschaftlicher Lebensbereiche nach unterschiedlichen Altersgruppen und soziokulturellen Milieus die Förderung der gesellschaftlichen Partizipation und Mitgestaltung als integratives Handlungsprinzip der Jugendarbeit entgegen.

II. § 8 SGB VIII Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
(1) Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen. Sie sind in geeigneter Weise auf ihre Rechte im Verwaltungsverfahren sowie im Verfahren vor dem Familiengericht und dem Verwaltungsgericht hinzuweisen.
(2) Kinder und Jugendliche haben das Recht, sich in allen Angelegenheiten der Erziehung und Entwicklung an das Jugendamt zu wenden.
(3) Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf Beratung ohne Kenntnis des Personensorgeberechtigten, wenn die Beratung auf Grund einer Not- und Konfliktlage erforderlich ist und solange durch die Mitteilung an den Personensorgeberechtigten der Beratungszweck vereitelt würde. § 36 des Ersten Buches bleibt unberührt.

III. § 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte einzuschätzen. Soweit der wirksame Schutz dieses Kindes oder dieses Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird, hat das Jugendamt die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder den Jugendlichen in die Gefährdungseinschätzung einzubeziehen und, sofern dies nach fachlicher Einschätzung erforderlich ist, sich dabei einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind und von seiner persönlichen Umgebung zu verschaffen. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Erziehungsberechtigten anzubieten.
(2) Hält das Jugendamt das Tätigwerden des Familiengerichts für erforderlich, so hat es das Gericht anzurufen; dies gilt auch, wenn die Erziehungsberechtigten nicht bereit oder in der Lage sind, bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos mitzuwirken. Besteht eine dringende Gefahr und kann die Entscheidung des Gerichts nicht abgewartet werden, so ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind oder den Jugendlichen in Obhut zu nehmen.
(3) Soweit zur Abwendung der Gefährdung das Tätigwerden anderer Leistungsträger, der Einrichtungen der Gesundheitshilfe oder der Polizei notwendig ist, hat das Jugendamt auf die Inanspruchnahme durch die Erziehungsberechtigten hinzuwirken. Ist ein sofortiges Tätigwerden erforderlich und wirken die Personensorgeberechtigten oder die Erziehungsberechtigten nicht mit, so schaltet das Jugendamt die anderen zur Abwendung der Gefährdung zuständigen Stellen selbst ein.
(4) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass
1. deren Fachkräfte bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für die Gefährdung eines von ihnen betreuten Kindes oder Jugendlichen eine Gefährdungseinschätzung vornehmen,
2. bei der Gefährdungseinschätzung eine insoweit erfahrene Fachkraft beratend hinzugezogen wird sowie
3. die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche in die Gefährdungseinschätzung einbezogen werden, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.
In die Vereinbarung ist neben den Kriterien für die Qualifikation der beratend hinzuzuziehenden insoweit erfahrenen Fachkraft insbesondere die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte der Träger bei den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die Gefährdung nicht anders abgewendet werden kann.
(5) Werden einem örtlichen Träger gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen bekannt, so sind dem für die Gewährung von Leistungen zuständigen örtlichen Träger die Daten mitzuteilen, deren Kenntnis zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a erforderlich ist. Die Mitteilung soll im Rahmen eines Gespräches zwischen den Fachkräften der beiden örtlichen Träger erfolgen, an dem die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche beteiligt werden sollen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.

IV. Gesetzlicher Kinder- und Jugendschutz
Wichtige gesetzliche Bestimmungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen enthalten:

a) Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit (JÖSchG)
Dieses Gesetz hebt im Einzelnen die verschiedenen schädlichen Einflüsse hervor, denen Kinder und Jugendliche in der Öffentlichkeit ausgesetzt sein können.
Es regelt beispielsweise Fragen des Gaststätten- und Veranstaltungsbesuche, die Alkoholabgabe, die Abgabe von Videofilmen sowie den Besuch von Filmvorführungen.

c) Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften (GjS)
Dieses Gesetz beinhaltet Vorschriften, die darauf abzielen, Kinder und Jugendliche beispielsweise von Büchern, Illustrierten, Videokassetten sowie Internetseiten fernzuhalten, von denen eine unsittliche, vor allem brutalisierende oder sozial desorientierende Wirkung ausgeht.


C.    Geschichte des Hauses

1975 wurde in Lahnstein Deutschlands kleinstes Jugendzentrum eröffnet. „Die Baracke“ wurde nach den Forderungen der Jugendlichen als Übergangslösung  den Jugendlichen zur Verfügung gestellt. Die Verwaltung übernahm der Jugendverein, als Hauptamtliche standen zunächst zwei Zivildienstleistende zur Verfügung.

1979 wurde dann ein hauptamtlicher Sozialarbeiter eingestellt. Vom Verein zur Förderung der Jugendarbeit kam zusätzlich im Rahmen einer AB-Maßnahme eine Sozialarbeiterin hinzu.

1980 kauft die Stadt Lahnstein das Gebäude des Kindergartens in der Wilhelmstraße, um dort ein Jugendzentrum aufzumachen. Mit viel Eigenleistung der Jugendlichen und unter Mitwirkung des Stadtjugendringes wurde vieles umgebaut und im April

1981 wurde das Jugendzentrum eröffnet. Die Satzung sah eine teilweise Selbstverwaltung durch die Jugendlichen vor, die auch praktiziert wurde.

Seit 1983 verfügt das Jugendzentrum dann auch über zwei hauptamtliche Kräfte und zwei Zivildienstleistende.

1990 wurde, vor dem Hintergrund des immer weiter abnehmenden Engagements der Jugendlichen bezüglich der Selbstverwaltung,  durch die damaligen Mitarbeiter ein neues Konzept vorgestellt, das dann auch durch den Stadtrat offiziell anerkannt wurde. Im Rahmen der 10 Jahresfeier wurde das Jugendzentrum zum Jugend- und Kulturzentrum. Die bisherigen Angebote wurden erweitert auf ein generationsübergreifendes Konzept. So wurde, neben der ständig weiter stattfindenden Treffarbeit, vor allem durch die Angebote für Kinder das bisherige Spektrum erweitert, einhergehend mit einigen baulichen Veränderungen.
Damit entstand ein programmatischer Schwerpunkt, der sich bis zur Gründung eines eigenen Kinder- und Jugendtheaters entwickelte.

1996 Thomas Seggel und Ulrike Krapp übernehmen die Stelle von Ute Gläser im Jugendkulturzentrum.
1999 wurde das Kinder- und Jugendtheater räumlich und organisatorisch ausgegliedert und als selbstständige Einheit (jetzt FB 1) in den Nassau Sporkenburger Hof verlagert.
Darüber hinaus hatten sich andere jugendkulturelle Strömungen im Haus entwickelt. Ein Zivildienstleistender wurde der Kultur überstellt.

2000 Sozialpädagogin Nasstaran Houshmand übernimmt mit einer halben Stelle die Aufgaben von Ulrike Krapp, die in den Nassau Sporkenburger Hof wechselt.

2003 der generationsübergreifende Ansatz des Konzepts beginnt zu greifen. Die Angebotspalette hat sich merklich vergrößert. Die Aussiedlerarbeit ist zu einem festen Bestandteil geworden. Seniorenangebote am Vormittag und Kooperationen mit den beiden ortsnahen Ganztagsschulen haben sich ebenfalls zu einem festen Bestandteil der Arbeit etabliert.

2006 das Haus feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Das Programm stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des 25-jährigen Bestehens. So waren die Jubiläumstage vom 19. bis 21.Mai der Startschuss zu einem ganzen Jahr voller verschiedener Feierlichkeiten und Veranstaltungen, die alle in das Jubiläum eingebunden waren. Neben den Jubiläumsangeboten spiegelt die weitere Angebotspalette des Jukz den generationsübergreifenden Charakter voll und ganz wieder. So fanden mehrere Workshops für Kinder, zwei Freizeiten für Kinder, der Jugendtreff, der Mutter Kind Treff, der Senioren Internet Treff, der Mädchentreff und die Fußball AG regelmäßig statt. Zwei Lesenächte für Kinder und eine für Erwachsenen waren ebenso ausgebucht, wie die meisten anderen Veranstaltungen mit verschiedenen Kooperationspartnern. So wurde die Veranstaltungsreihe „Stormy Monday“ und die „Unplugged Serie“ zu einem außerordentlichen Erfolg. Außerdem wurde im September ein neues Programmheft herausgegeben, was die vielfältigen Aktivitäten und Programm des Jukz sehr ansprechend und informativ darstellt. Es ist geplant, dieses Heft auch in Zukunft immer im Januar und September herauszubringen.

2008/09: Es zeigt sich, dass die konzeptionelle Weiterentwicklung zu einem soziokulturellen Zentrum mit einem auch in der Angebotsbreite generationsübergreifenden Hintergrund, der Schritt in die richtige Richtung war. Bundesweit geht der Trend immer mehr zu Generationenhäusern, diesen Anspruch erfüllt das Jugendkulturzentrum voll. Die Angebote für Senioren und die Kurs- und Workshops und Freizeiten  für Kinder und Jugendliche sind fast komplett ausgebucht und der Jugendtreff wird vorrangig in den Nachmittagsstunde von den beiden benachbarten Ganztagsschulen wahrgenommen. Die Strategie verstärkt auf Kooperationen zu setzen hat sich ebenfalls als voller Erfolg erwiesen.

2010: Insgesamt war das JUKZ 291 Tagen, 2037 Stunden lang geöffnet für Menschen aller Generationen. Die Kurse und Workshops für Kinder und Jugendliche waren fast alle restlos ausgebucht und der Internet Treff für Senioren war durchgängig sehr gut besucht. Zum täglichen Jugendtreff, der insgesamt an 280 Tagen geöffnet war, fanden insgesamt an die 4000 Jugendliche den Weg ins Jugendkulturzentrum. Alle Kulturveranstaltungen, die meist generationsübergreifend angelegt waren, teilweise sich aber auch explizit an Jugendliche richteten, wurden immer gut bis sehr gut besucht. Die neue Ausstellungsreihe mit Werken junger Künstler und Künstlerinnen wurde zu einem tollen Erfolg.
Schließlich wurde auch die Gestaltung des Hofes, mit der Fertigstellung der Hundertwasserwand, der Neugestaltung der Fassade und schließlich dem kunstvollen Pflastern des Hofes als rundherum gelungenes Projekt zum Abschluss gebracht. Das Team des JUKZ kann somit auf eines der ereignisreichsten und erfolgreichsten Jahre in der nunmehr 30 jährigen Geschichte der Einrichtung zurückblicken.
Ab diesem Jahr wird die Wehrpflicht ausgesetzt und ab 01.09.stellen wir unsere erste FSJ Kultur Stelle ein. Der letzte Zivildienstleistende absolviert seinen Dienst.

2011: Dieses Jahr war für das Lahnsteiner Jugendkulturzentrum außerordentlich erfolgreich und dies in mehrfacher Hinsicht. Mit der Acoustic Lounge, der Stormy Monday Reihe und dem Lulo Reinhardt Gitarrenfestival hat sich eine Veranstaltungsstruktur entwickelt, die auf einem hohen Qualitätsstandard ist und in hohem Maße mit der Atmosphäre der Einrichtung korrespondiert. Dabei hat sich eine Vielfältigkeit entwickelt, die ihresgleichen in der Region sucht. Insgesamt gab es 36 Veranstaltungen von der Salsa Party, über das Konzert von Spurwechsel, einer christlichen Rockband bis hin zu Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche aus dem Bereich Lesen und Film, Kowelenzer Kult Comedy und dem Konzert der Gitarrenschüler Gerd Steins.
Die Begegnung ist dabei prägend für das Generationenhaus, ob beim gut besuchten Jugendtreff, dem Internet Treff für Senioren, den zahlreichen Veranstaltungen oder bei den Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche. Alle Kurse und Freizeiten für Kinder und Jugendliche waren restlos ausgebucht und die Geburtstagsfeier „ 30 Jahre JUKZ“ mit den außerordentlich vielen Freunden und Kooperationspartnern war ein großer Erfolg.
In diesem Jahr ergänzen wir unser Team um eine Stelle für BUFDI (Bundesfreiwilligendienst).

2012: Auch in diesem Jahr haben wir die erfolgreichen Konzertreihen wie die Acoustic Lounge, Stormy Monday und Konzerte mit regionalen Bands sowie die Tanzveranstaltung Salsa Party fortgeführt.
Eine besondere Kooperation war in diesem Jahr auch die mit der Frauenwürde e.V. bei der ein Kabarett Abend und Lesungen einem breiten Publikum angeboten wurden.
Hervor zu heben ist auch die Zusammenarbeit mit der Krebsgesellschaft, die jährlich in einem gemeinsamen Benefizkonzert einfließt und zugunsten der Krebsgesellschaft RLP ausgerichtet wird. Durch die Eintrittsgelder konnte eine stattliche Summe gespendet werden.
In unserer Krimilesereihe widmeten wir uns dem Thema Canada. Eine weitere Leseveranstaltung war eine Autorenlesung von Frank Bresching, die wir gemeinsam mit der Stadtbücherei anboten.
Mit der erstmaligen Ausstellung von Mutter und Tochter zum Thema: Afrika setzten wir auch in diesem Bereich die Akzente auf die unterschiedlichen Generationen im Haus.
In der zweiten Jahreshälfte stellten wir die Werke der  jungen und ambitionierten Künstlerin Ricarda Giefer aus.
In unserer Kinderreihe: Film und Action zeigten wir die Filme: Pünktchen und Anton im Haus sowie Drachenzähmen leicht gemacht an der Feuerwache Nord in Lahnstein, beide Veranstaltungen waren umrahmt mit pädagogischen Inhalten und sehr gut besucht.
Unsere Freiwilligen boten im Rahmen ihrer Jahresprojekte für das Freiwillige Soziale Jahr jeweils ein Beauty-Nachmittag für Jugendliche und einen Filmabend zum Thema Integration.
Alle Kurse, Workshops und Ferienfreizeiten sowie Lesungen für Kinder und Jugendliche waren restlos ausgebucht. Alle Internetplätze im Seniorencafé waren besetzt.
Die Kooperation mit Corinna Dabringhaus bringt die Weihnachtswolke als Musical auf die Jukz Bühne.
Erfreulicherweise wurden wir vom Gewinn-Spar-Verein der Sparda Bank ausgesucht für eine stattliche Spende, mit der wir im unteren Bereich des Hauses ein Parkett für Generationen finanzieren konnten.
In diesem Jahr ändert sich auch die Stellenkonstellation im Jugendkulturzentrum. Walter Nouvortne wechselt seinen Schwerpunkt in die Verwaltung und Organisation der Stadthalle und bleibt mit 8 Stunden als Hausleiter dem Jugendkulturzentrum erhalten. Seine restlichen Stunden werden aufgeteilt auf die hauptamtlichen Kräfte (Thomas Seggel: ganze Stelle, Nasstaran Houshmand: 24 Std/Woche) und eine weitere FSJ Kultur Stelle, die auch für den Ticketservice zuständig ist.

2013: Auch in diesem Jahr waren alle festen Musikreihen, Warm up des Bluesfestivals, die Krimilesenacht, die Salsa Party und Konzerte mit regionalen Bands bestens besucht. Darüber hinaus präsentierten wir einen themenspezifischen Tag mit Aktionen, Musik und Kulinarischem zum Thema Afrika.
Ein neues Musikangebot: Acoustic Clash mit jungen regionalen Musiktalenten zog besonders junges Publikum an.
Mit dem Film des Weltenbummlers Max Watolla mit Unterstützung von Lars Schellenberg erweiterten wir unsere Filmangebote.
Hervor zu heben sind zwei außergewöhnliche Konzertangebote mit dem Duo Friend ´n Fellow und der Sängerin Anne Haigis.
Das Jukz war aktiv bei der Organisation der Kultur Sommer Eröffnung beteiligt.
Im Rahmen unserer Ausstellungsreihe stellten wir eine Fotoausstellung: Bilder aus Sao Paulo zu Gunsten brasilianischer Straßenkinder aus. In der zweiten Hälfte des Jahres stellte der Künstler Stephan M. Glöckner seine Werke aus mit anschließendem Konzert seines Singer-Songwriter-Projekt.
Auch 2013 waren alle unsere Kinder- und Jugendangebote sehr gut besucht. Darüber hinaus gab es eine Zusammenarbeit mit der Goethe Schule in Form einer Aufführung des Kindermusicals mit Bettina Kemp.
Gemeinsam mit einer Anzahl von Lahnsteiner Organisationen und Einrichtungen aus dem Bereich Kinder- und Jugendarbeit veranstalteten wir in Zusammenarbeit mit der benachbarten KiTa Arche Noah den Lahnsteiner Kinder- und Jugendtag 2013. Es wird geplant diese Veranstaltung 2015 auch auf die Vereine auszuweiten und zu veranstalten.


D.    Rahmenbedingungen des Hauses

Das Haus versteht sich als generationsübergreifende Einrichtung und steht für das Angebot sozialräumlicher Bezugspunkte für Menschen, hierbei soll  es Anregungen zur aktiven Auseinandersetzung mit der eigenen Person und der Umwelt geben. Typisch ist dabei der multifunktionale Charakter. Neben der Anregung und Aufforderung zur gemeinsamen Aktivität, erfüllt es zugleich Funktionen, die das heimische Wohnzimmer, das Café und die Eckkneipe für den Erwachsenen haben.
Es stellt darüber hinaus Veranstaltungsorte dar, ist Informationsbörse und schließlich auch ein Ort, an dem Beratung und Hilfe zu erhalten sind.

Die Akzentuierung der Arbeit richtet sich nach Bedürfnislage, Einzugsbereich und Zielgruppe. Durch die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen und damit einhergehenden auch gesetzlichen Änderungen (siehe Punkt 2.) gibt es eine Erweiterung der altersspezifischen Zielgruppen, insbesondere im Bereich der 8 bis 12 –jährigen, als auch im Bereich der Erwachsenen und Senioren. Dieser Entwicklung ist hinsichtlich der Angebote auch Rechnung zu tragen. Tragend ist hierbei der Gedanke der Bedürfnisorientierung, der jugend- und  kulturpädagogischen und vor allem auch der generationsübergreifende Aspekte zu beachten.

Das Jugendkulturzentrum Lahnstein ist eine öffentliche Einrichtung der Stadt Lahnstein.
Lahnstein, als große kreisangehörige Stadt mit ca.17.590 Einwohnern (Stand: Dez. 2012), liegt in unmittelbarer Nähe des Oberzentrums Koblenz direkt an der Lahnmündung. Das Jugendkulturzentrum liegt im südlichen Stadtteil, ehemals Oberlahnstein, in unmittelbarer Nähe von 3 Schulen: Der Goetheschule (Grundschule), der Freiherr vom Stein Schule (Förderschule) und der Berufsschule.
Das Haus untergliedert sich in zwei Stockwerke. Im Erdgeschoss ist der große Treffbereich (Kapazität für ca. 80 Personen beim normalen Treff und 100 Sitzplätze oder 150 Stehplätze bei Veranstaltungen) mit Café und Spielraum für Billard, Kicker und Tischtennis und der Jukz Off Beat Bühne. Im ersten Stock befindet sich der große Saal (Kapazität 100 Sitzplätze) für Arbeitsgruppen, Projekte, Workshops und Veranstaltungen. Dazu gibt es noch ein Büro und einen Gruppenraum / Künstlergarderobe und einen Lagerraum.

Das Jugendkulturzentrum ist zur Zeit besetzt mit:
1 Vollzeitstelle (Einsatz ausschließlich Jugendkulturzentrum)
1 Stelle mit 24 Std/Woche (Einsatz ausschließlich Jugendkulturzentrum)
1 Stelle mit 8 Std/ Woche (Einsatz ausschließlich Jugendkulturzentrum)
2 Stellen FSJ Kultur (Einsatz Jugendkulturzentrum und Ticketservice der Stadt)
1 Stelle BFD (Einsatz Jugendkulturzentrum und Ticketservice der Stadt)
Organisatorisch ist das Haus innerhalb der Stadtverwaltung dem Fachbereich 3 angegliedert. Dementsprechend ist es im neuen doppischen Haushalt der Stadt Lahnstein verankert.


E.    Allgemeine pädagogische Ziele

Die Gemeinwesenarbeit fördert die aktive Mitwirkung von Menschen aller Generationen an der Gestaltung ihrer Lebensumwelt. Ihre wesentlichen Merkmale sind die Vielfalt ihrer Inhalte, Formen und Angebote sowie die Freiwilligkeit der Teilnahme und die Möglichkeit zur Mitgestaltung (Partizipation).
Hinsichtlich der soziokulturellen Arbeit des Jugendkulturzentrums Lahnstein sei erwähnt, dass sich die Arbeit im Haus, als eine Form der Arbeit mit Jugendlichen,  Kindern, Erwachsenen und Senioren besonders auf den Begriff der Offenheit bezieht. Gemeint ist damit die Offenheit der Inhalte, die Offenheit im Sinne von öffentlich sowie die Offenheit für die Interessen der Beteiligten.

Hieraus entwickeln sich die folgenden pädagogischen Ziele:
1.    Prävention
2.    Bedürfnisorientierung
3.    Partizipation
4.    Erlernen sozialer Kompetenzen (Toleranz/Respekt)
5.    Meinungsbildung
6.    Emanzipation
7.    Förderung von Kreativität
8.    Beziehungsarbeit
9.    Gemeinwesenarbeit


1.) Prävention
Die Prävention ist ein zentrales Anliegen der Arbeit im Jugend- und Kulturzentrum Lahnstein.
Mittels primärer Prävention sollen Kinder und Jugendliche „Fit fürs Leben gemacht werden“. Hierbei wird nicht zwischen Gewalt-, Sucht- oder Drogenprävention unterschieden. Vielmehr geht es darum die Adressaten mit Lebenskompetenzen auszustatten. Ihre Sozial- und Problemlösungskompetenzen im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten so zu erweitern, dass der Ausweg in die Gewalt oder die Flucht in die Abhängigkeit nicht gesucht wird.

2.) Bedürfnisorientierung
Um die soziokulturelle Arbeit interessant zu gestalten, muss sie sich hinsichtlich ihrer Inhalte und Formen an den Interessen und lebensweltlichen Bezügen der Menschen orientieren. Jeder Einzelne wird in seinem sozialen Kontext und in seiner gesellschaftlich bedingten Lebenslage gesehen und ernst genommen.
Im Vordergrund stehen Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren selbst mit ihren kulturellen Ausdrucksformen bzw. Wünschen und Ideen wie wechselhaften Bedürfnissen und Interessen.

3.) Partizipation
Durch die Freiwilligkeit der Teilnahme und die Offenheit der Angebote lernen die Besucher ihre Lebenswelt selbst zu gestalten und sich darin zu erproben.
Partizipation bedeutet zugleich auch Motivation. Durch die Beteiligung der Menschen an der Gestaltung ihrer Lebenswelt, werden sie zur dauerhaften Teilnahme motiviert. Sie müssen darin unterstützt und gestärkt werden, dass durch Eigeninitiative ihre Vorstellungen und Wünsche erfolgreich umgesetzt werden können. Eine Beteiligung kann z.B. durch Befragungen einzelner Gruppen (z.B. geschlechtsspezifisch) erreicht werden, woraus sich wieder neue Angebote entwickeln können.

4.) Erlernen sozialer Kompetenz
In der soziokulturellen Arbeit zählt das soziale Miteinander, wie z.B. die Kommunikation, Sich-Einlassen-Aufeinander, informelle Aktivitäten, Zeit haben füreinander, d.h. ein zielunspezifisches, nicht zwanghaft pädagogisch ausgerichtetes soziales Handeln.
Soziale Gruppenprozesse bieten nicht nur Spaß und Geselligkeit, sondern dienen zugleich auch als Erfahrungsfeld. Durch Angebote/Projekt  können sich die Menschen in der Gruppe erproben, soziale Umgangsformen erlernen und vertiefen, wie Fairness, Toleranz, Respekt und Konfliktfähigkeit.

5.) Meinungsbildung
Menschen müssen Raum für Entfaltungsprozesse haben. Nur durch die Stärkung der eigenen Persönlichkeit werden sie befähigt, sich eine eigene Meinung zu bilden und folglich die Meinung anderer Menschen zu respektieren. (Motivierung der Eigeninitiative)
Um dies zu erreichen, müssen vor allem Kindern und Jugendlichen adäquate Angebote im Bereich der Jugendbildung und Jugendberatung zur Verfügung stehen.

6.) Emanzipation
Durch die Motivation der Eigeninitiative werden Menschen befähigt die eigenen Stärken zu erkennen und selbst aktiv zu werden, um so ihre Lebensumwelt mitzubestimmen.
Denn wer seine Bedürfnisse und Interessen erkennt, kann sich auch für deren Verwirklichung einsetzen.

7.) Förderung von Kreativität
Durch künstlerische und handwerkliche Projekte sollen die Teilnehmer befähigt werden, sich auf unterschiedliche und individuelle Art darzustellen. Eigene Stärken können so erkannt und weiterentwickelt werden.

8.) Beziehungsarbeit
Kontinuität und Beziehungsorientierung sind entscheidende Kriterien bei der Kinder- und Jugendarbeit im Haus.  Dadurch gewinnen Kinder und Jugendliche Vertrauen und können sich dem Fachpersonal angstfrei öffnen. Die jungen Menschen fühlen sich ernst genommen, akzeptiert und wichtig.

9.) Gemeinwesenarbeit
Die Gemeinwesenarbeit ist zu einem zentralen Thema bei der Arbeit im Haus geworden. Hierbei ist der generationsübergreifende Aspekt das Hauptmerkmal. Ziel ist dabei zum einen die Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls und die Verbindung mit der eigenen Lebenswelt. Weiterhin ist dabei auch eine frühzeitige Bindung zum Haus ein wichtiges Merkmal. Mittelfristig ist die demographische Entwicklung dabei zu berücksichtigen, indem mehr und mehr auch die Senioren miteinbezogen werden. Insofern sieht sich das Jugendkulturzentrum als ein Haus der Generationen. Die unterschiedlichen Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Literatur, Comedy und bildender Kunst sind nicht nur unter dem Angebotscharakter zu sehen, sondern tragen in einem hohen Maße zu einer Bindung an die Einrichtung bei. Darüber hinaus wird durch die Veranstaltungen auch ein nicht unerheblicher Teil an wirtschaftlichen Einnahmen getätigt. Die Identitätsfindung für die Einrichtung und für die Besucher durch die unterschiedlichen Angebote ist dabei ein sehr wichtiger Bestandteil bei der generationsübergreifenden Zielsetzung. Wichtig ist hierbei zudem der kooperative Ansatz, d.h. die unterschiedlichsten Formen der Zusammenarbeit und damit eine potenzierende Wirkung bezüglich der Inhalte, der Zielgruppen und der Finanzierung.


F.    Schwerpunkte der Arbeit im Haus

Basierend auf den allgemeinen pädagogischen Zielen werden im Folgenden die konkreten Schwerpunkte der Arbeit benannt und die dahinter stehenden Ziele aufgezeigt.

1. Generationenübergreifende und altersspezifische Begegnungen

1.1.     Musikcafé und Kinder- und Jugendtreff

Form und Inhalt:
- kleines gastronomisches Angebot zu verträglichen Preisen auch bei Veranstaltungen
- Möglichkeit Musik zu hören oder mitzubringen
- großes Sortiment an Gesellschaftsspielen
- Kicker- und Billardmöglichkeit und Tischtennis
- jugendgerechte Raumaufteilung
- Möglichkeit von Filmangeboten (Leinwand mit Beamer vorhanden)
- Fachpersonal als Ansprechpartner
- Veranstaltungsort für Kinder-, Jugend- , Erwachsenen- und Seniorenangebote
- Freizeiten für Kinder/ Jugendliche
- Internet für Senioren, Erwachsene,  Jugendliche und Kinder
- Treffpunkt für Kooperationspartner
- Bazare
- Vermietungen
- geschlechtsspezifische Angebote

Zielgruppe:
Alle Generationen von 0 bis 100

Leitung:
Jeweils mindestens ein Sozialarbeiter/in und ein BUFDI / FSJ

Ziele:
Primär ist das Musikcafé und der Kinder- und Jugendtreff ein Ort wo Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen und Altersschichten zusammentreffen, sich kennen lernen und auf einander einlassen können. Dies trägt dazu bei, beim Umgang mit anderen Menschen und unterschiedlichen Meinungen soziale Handlungskompetenzen zu erlangen.
Als Plattform für Interessen und Aktivitäten, die auch über den Treff hinausgehen (z.B. Tagesfahrten, Projekte, AG´s), haben speziell Kinder und Jugendliche die Möglichkeit gemeinsame Interessen zu verwirklichen oder zu entdecken. Darüber hinaus wird den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, sich selbst an Projekten zu beteiligen und dadurch ihren Erfahrungshorizont zu erweitern aber auch ihre persönlichen Grenzen kennen zu lernen.
Aus sozialpädagogischer Sicht ist die Beziehungsarbeit zwischen dem Sozialarbeiter und den Besuchern eines der wichtigsten Ziele. Im Bereich des Jugendtreffs müssen die sozialpädagogischen Fachkräfte ständig präsent und in Kontakt mit den Besuchern sein, da sie zugleich auch Beziehungs- und Vertrauenspersonen sind. Gleichzeitig üben die pädagogischen Fachkräfte eine Schlichterfunktion aus. Im Bereich des Internet Treffs für Senioren ist es auch wichtig Kontakte zu den BesucherInnen zu knüpfen, um eine engere Bindung zum Hause zu erzielen und eventuelle Bedürfnisse aufzugreifen aus denen wiederum neue Angebote entstehen können.

Auch Musikveranstaltungen, die für alle Generationen angeboten werden, haben darüber hinaus das Ziel die Bindung zum Haus zu verstärken und vor allem alternativen Kulturformen über alle Altersgrenzen hinweg eine Plattform zu bieten (von Kinder- und Jugendkonzerten über Hip Hop bis hin zu Rock-, Blues – und Jazzkonzerten jenseits des Mainstream.).


1.2. Geschlechtsspezifisches Angebot für Mädchen

Form und Inhalt:
- Nutzung des Cafés mit den genannten Freizeitangeboten
- bei Bedarf Nutzung von Gruppenräumen, Saal, Projekte, AG’s und Workshops
- bei Bedarf bedürfnis- und bildungsorientierte Tagesfahrten
- evtl. geschlechtsspezifische Sportangebote
- gruppenstärkende Aktionen und Projekte
- gruppen- und altersspezifische Projekte
- gemeinwesenorientierte Arbeit
- Beziehungsarbeit


Zielgruppe:
Mädchen zwischen 7 und 18 Jahren.

Leitung:
Sozialpädagogin des Hauses.

Ziele:
Ziel der geschlechtsspezifischen Angebote ist zum einen die Beziehung zwischen der Sozialpädagogin und den Mädchen zu vertiefen, so dass Vertrauen und persönliche Beziehungen entstehen. Dies ist außerordentlich wichtig, um Probleme anzusprechen und gemeinsam an Lösungsmöglichkeiten zu arbeiten.
Außerdem kann die Sozialpädagogin des Hauses eine neutrale Möglichkeit der Konfliktlösung anbieten.
Die Bedürfnisse, Interessen und Wünsche der Mädchen werden hier wahr und ernst genommen. Die Mädchen entwickeln somit Selbstwertgefühl und lernen ein wichtiger Bestandteil der Gruppe zu sein (Gruppenzugehörigkeit).
Besonderes Ziel dieser „Beziehungsarbeit“ ist die Stärkung von Kompetenzen, Persönlichkeit, Selbstbestimmung und Solidarität sowie der Abbau von Konkurrenzverhalten und Antipathien durch persönliches Kennenlernen und Näherkommen innerhalb der Gruppe.
Andererseits soll eine auf vielen Gebieten anregende und auf ihre Bedürfnisse abgezielte Freizeitgestaltung für Mädchen gewährleistet sein und damit zusätzliche und neue Lern- und Erfahrungsfelder in Entwicklungs- und Identitätsprozessen eröffnet werden.
Geschlechtsspezifische Sozialarbeit wird zur Zeit nicht bei einem reinen Mädchen Treff, sondern im Rahmen des allgemeinen Jugendtreffs und bei speziellen Veranstaltungen geleistet.

1.3. Selbstbehauptungskurse für Mädchen:

Form und Inhalt:
Kurs, in dem spielerisch, lustvoll und mit Spaß ausprobiert werden kann, wie Frau sich wohl-fühlen und wehren kann.

Zielgruppe:
Mädchen und junge Frauen von 7 bis 17 Jahren
Angebot für Hausbesucherinnen und Nicht-Haus-Besucherinnen

Zeitraum:
Angebot über ein Wochenende – zweimal jährlich

Leitung:
Erfahrene Gruppenleiterin und pädagogische Begleitung durch Sozialarbeiterin des Hauses

Ziele:
In dem Kurs sollen Verteidigungspraktiken gegen sexuelle Übergriffe erlernt werden. Hierbei steht der Abbau von Angst, der Ausbau von eigenen physischen Möglichkeiten und der Mut zum Wehren im Vordergrund. Darüber hinaus sollen eigene Verhaltensweisen (Rollenverhalten, Bedrohungssituationen) kennen gelernt werden und ein Austausch von Erfahrungen und kennen lernen der Kursteilnehmer und Betreuerin erfolgen.
Aufgrund der demographischen und der gesellschaftlichen Entwicklung und auf Anfrage wird das Angebot ausgeweitet und es werden auch Kurse für jüngere (7- 9 Jahre) angeboten.
1.4. Selbstsicherheitstraining für Jungen:

Form und Inhalt:
Der Übungsleiter wird mit den Jungen defensive Handlungsalternativen und Techniken entwickeln nach dem Motto „Stärke ohne Schläge“. Darüber hinaus werden Verhaltenstechniken trainiert und durchgespielt, die zu mehr Selbstsicherheit in Bedrohungs- und Konfliktsituationen verhelfen.

Zielgruppe:
Jungen im Alter von 8 bis 17 Jahren
Angebot für Hausbesucher und Nicht-Hausbesucher

Zeitraum:
Angebot über ein Wochenende – zweimal  jährlich

Leitung:
Erfahrener Übungsleiter und pädagogische Begleitung durch Sozialarbeiterin des Hauses

Ziele:
Entwicklung von defensiven Handlungsalternativen und Techniken nach dem Motto „Stärke ohne Schläge“. Die Stärkung des eigenen Ichs und Durchsetzungskraft im Alltag.

Aufgrund der demographischen und der gesellschaftlichen Entwicklung und Nachfrage wird das Angebot ausgeweitet und es werden abwechselnd Kurse für jüngere (7- 9 Jahre) und Kurse für ältere Jungs (12-14 Jahren oder 14-16 Jahren) angeboten.


1.5. Internettreff  für Senioren 50+

Form und Inhalt:
- Einrichtung von 6 Internetplätzen im Treff
- pädagogische und technische Betreuung

Zielgruppe:
Senioren und Seniorinnen ab 50 Jahren.

Zeitraum:
Dienstags und donnerstags

Leitung:
Die Betreuung erfolgt durch Internet Lotsen und Jukz Personal.
Kooperationsveranstaltung mit dem Seniorenbüro der Kreisverwaltung Bad Ems „die Brücke“.

Ziele:
Vorrangiges Ziel des Internetcafés ist die Einführung im Umgang mit dem Computer und dem Internet. Dadurch soll den Senioren die Möglichkeit gegeben werden, das Medium Internet zur Informationsbeschaffung, Wissenserweiterung und als moderne Kommunikationsmöglichkeit kennen zu lernen und sinnvoll zu nutzen.
Das Angebot soll für Senioren einen Raum bieten, in dem sie Freunde finden und Freundschaften vertiefen können.


2. Angebote mit bildungs- und kulturpädagogischem Charakter

2.1. Workshops / Kurse und Kreativangebote

Form und Inhalt:
- aus künstlerisch kreativen oder handwerklichen Bereichen (z.B. Keramik, Basteln, Foto, Film, Malen, DJ, Graffiti, Musikinstrumente und Tanz etc.)

Zielgruppe:
Alle Interessierte ab 6 Jahren
Für Hausbesucher und für Nicht-Haus-Besucher
Workshops können altersspezifisch, generationsübergreifend, geschlechtsspezifisch oder je nach Anforderung für Anfänger oder Fortgeschrittene angeboten werden.

Zeiträume:
mind. 2 x pro Halbjahr, entweder an einem Wochenende oder über einen feststehenden Zeitraum an einem Wochentag, bei Bedarf monatliches Angebot

Leitung:
Sozialpädagogin des Hauses.
Fachmann/-frau des jeweiligen Workshopinhalts/-thema mit päd. Hintergrund
Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (Kreis, VHS, Büchereien und  Musikschule) ist auszubauen.

Ziele:
Hierbei steht die Förderung von Kreativität im Vordergrund.
Mögliche Hobbys und Interessen der Zielgruppe sollen intensiviert werden.
Hierbei kann eine Steigerung des Selbstbewusstseins durch Erfolgserlebnisse bewirkt werden.
Außerdem können der Ausbau von Fertigkeiten und handwerkliches Geschick gefördert werden, sowie eine Wissenssteigerung durch Theorie zum jeweiligen Inhalt des Workshops (Theorie/Praxis) erfolgen.
Stärkung des Gemeinschaftsgefühls

2.2. Bildungsorientierte Tagesfahrten:

Form und Inhalt:
- Besuch jugend- oder bildungsrelevanter Ausstellungen oder Veranstaltungen aus dem Präventionsbereich mit Vorbereitung auf das Thema und anschließender Nachbereitung
(z.B. Gespräch).

Zielgruppe:
Angebot auch für Hausbesucher, aber primär für Nicht-Haus-Besucher

Zeitraum:
3 Mal jährlich und im Rahmen unserer Ferienfreizeiten

Leitung:
Mitarbeiter des Hauses

Ziele:
Bildung durch Erweiterung des Wissens und Meinungsbildung steht im Vordergrund.
Erweiterung von Diskussionsgrundlagen und Förderung demokratischer Grundstrukturen.


2.3. Präventionsveranstaltungen in den Bereichen Sucht, Sexualität, Gewalt

Form und Inhalt:
- Vortrag und Diskussion
- problemorientiert (tägliche Kontakterfahrungen mit den Jugendlichen) und zu
   jugendkulturspezifische Problemlagen (Ecstasy/Techno).
- Veranstaltung jugendgerecht nachgestalten.
- monatlicher gemeinsamer Gang durch die Stadt ( Jugendkulturzentrum - Ordnungsamt - Polizei ) in den Abend- und Nachtstunden und zu besonderen Anlässen (z.B. Kirmes) mit Kontrollfunktion und persönlicher Kontaktaufnahme.  
   
Zielgruppe:
Jugendliche, Eltern und Multiplikatoren

Zeitraum:
Tages oder Wochenendangebote

Leitung:
Fachmann aus dem jeweiligen Bereich

Ziele:
Präventionsveranstaltung dienen in erster Linie der Vorbeugung und Aufklärung. Wichtig ist dabei auch Auseinandersetzung und Sensibilisierung für Gefahren (Gefährdung) und die Anregungen für Gespräche mit dem/der SozialarbeiterInn Vorort.
Außerdem sind Information über Institutionen mit speziellen Hilfsangeboten und Aufklärung in rechtlichen Fragen wichtig.



2.5. Themenbezogene Projekte aus dem Kinder- und Jugendbereich

Form und Inhalt:
- Projekte können aus aktuellen Angeboten des Hauses oder durch Anregung von Jugendlichen entstehen (z.B. Musik, Film, Ernährung, politische Themen etc.)

Zielgruppe:
Kinder und Jugendliche

Zeitraum:
2 Tage Konzept mit einer Kombination aus verschiedenen Inhalten und Medien (Vortrag, Workshop, Film etc.)

Leitung:
Kombination zwischen Fachmann/frau und Mitarbeitern des Hauses

Ziele:
Die kontinuierliche Arbeit mit Jugendlichen zu einem Thema, über einen gewissen Zeitraum,  und die Förderung von Kreativität und Ideenentwicklung sowie Erfahrungserweiterung durch Lernprozesse stehen hierbei im Vordergrund. Auch die Verantwortungsübertragung durch festgelegte Aufgaben für Jugendliche im Projekt ist hierbei wichtig ( Partizipation).


2.6. Literaturveranstaltungen

Form und Inhalt:
- Für Kinder: Leseveranstaltung zu einem bestimmten Thema
- Für Erwachsene: Lesenacht mit Thema (z.B. Krimi) mit Musik, Lesung und Essen.

Zielgruppe:
Angebot für Kinder und Erwachsene

Zeitraum:
Jeweils zweimal im Jahr

Leitung:
Kombination zwischen Fachmann/frau und Sozialpädagogin des Hauses
Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Lahnstein

Ziele:
Neben der Förderung der Leselust, soll dieses Angebot auch eine Alternative zu dem allgemeinen Medienangebot sein. Natürlich soll es auch Fantasie anregen und das Zuhören lehren. Bei dem Kinderangebot steht auch das gemeinsame Gruppenerlebnis, andere Kinder kennen zu lernen und Wissenserweiterung durch die Geschichten und das Rahmenthema zu erleben im Vordergrund.


2.7. Filmveranstaltungen
Form und Inhalt:
Für Kinder und Jugendliche zu einem bestimmten Thema

Zielgruppe:
Angebot für Kinder und Jugendliche

Zeitraum:
Jeweils zweimal im Jahr

Leitung:
Fachkräfte des Hauses, FSJler und BUFDI

Ziele:
Kennenlernen pädagogisch wertvoller Kinderfilme
Junge Menschen in das Medium Film einzuführen.
Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten Filme auch in einem anderen Umfeld zu erleben.
Gruppenerlebnisse zu sammeln.
Auch sich kritisch Auseinanderzusetzen mit dem Medium Film


2.8. Forum für junge Künstler aus dem Bereich Bildende Kunst

Form und Inhalt:
- Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit bieten ihre Werke auszustellen
- Für Teilnehmer der Kurse die Möglichkeit bieten ihre Werke auszustellen  

Zielgruppe:
Angebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Zeitraum:
Jeweils zweimal im Jahr

Ziele:
Jungen und ganz jungen Künstlern ein Erfolgserlebnis zu ermöglichen, indem ihre Werke, also das Ergebnis ihres kreativen Schaffens einem größeren Publikum vorgestellt werden kann.
Darüber hinaus ist dies auch eine Darstellung der Arbeit der Einrichtung für das Publikum.


3. Gruppenorientierte erlebnis- und freizeitpädagogische Angebote

3.1. Bedürfnisorientierte Tagesfahrten

Form und Inhalt:
- auf Wunsch von Hausbesuchern organisierte Tagesfahrten (Freizeitparks, Events, Fahrt einer   
  AG zu einer Veranstaltung)
- Termin günstig und kostendeckend organisieren
- Gruppe max. 20 Personen, besser kleinere Gruppen
- Einverständniserklärung der Eltern ist Voraussetzung für die Teilnahme
- pädagogische Betreuung, Hausregeln des Jukz gelten auch bei Tagesfahrten
- Fahrten können geschlechtsspezifisch organisiert werden

Zielgruppe :
Treffbesucher

Leitung:
Mitarbeiter des Jugendzentrums

Ziele:
Jugendlichen die Möglichkeit zu geben eigene praktikable Ausflugsziele vorzuschlagen und damit eine gewollte Abwechslung zum schulischen und familiären Alltag zu schaffen. Auch hier steht das gemeinsame Erleben sowie die Zusammenführung verschiedener Cliquen im Vordergrund. In einer zwanglosen Atmosphäre gibt es die Möglichkeit sich kennenzulernen. Der Zugang der Betreuer zu den Jugendlichen gestaltet sich einfacher und verstärkt die Beziehung für die zukünftige Treffarbeit.


3.3. Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche

Form und Inhalt:
- einwöchige Ferienfreizeiten in den Oster- Sommer- und Herbstferien
- einwöchige Ferienfreizeit in den Sommerferien für Jugendliche ab 13 Jahren
- Angebot aus sportlichen, kreativen und spielerischen Formen
- hausintern mit integrierten Outdoor – Angeboten
- Gruppe bis zu 15 Kindern

Zielgruppe :
Kinder von 8 bis 12 Jahren
Jugendliche ab 13 Jahren

Leitung:
Fachpersonal des Hauses und FSJler sowie BUFDI

Ziele:
Kindern die Möglichkeit zu geben kreative Ferien zu verbringen, eine frühe Verbindung zum Haus herzustellen, Eltern ( z.B. bei Beruftätigkeit) die Möglichkeit zu geben ihre Kinder kreative Ferien zu verbringen. Natürlich steht auch hier wieder die soziale Bindung im Vordergrund, die Kinder lernen auch hier besser miteinander um zu gehen etc.


3.4. Generationsübergreifende Angebote

Form und Inhalt:
zielgruppenorientierte Veranstaltungen für Erwachsene und Senioren außerhalb der traditionellen schon bestehenden Angebote

Zielgruppe :
Erwachsene und Senioren

Leitung:
Fachpersonal des Hauses oder Fachpersonal anderer Einrichtungen

Ziele:
Die Bindung ans Haus verstärken, auch durch niederschwellige Angebote einen höheren Identifikation mit der Einrichtung zu erreichen, den generationsübergreifenden Charakter verstärken – Haus der Generationen -



G.    Gremienarbeit / Kooperationspartner/ Netzwerke

Zum einen ist die Zusammenarbeit mit anderen Partnern und Institutionen ungeheuer wichtig, nicht zuletzt auch um Überschneidungen zu vermeiden und durch Bündelung Arbeitsabläufe zu kompensieren und effektiver zu gestalten. Zum anderen ist es unumgänglich in den wichtigsten Bereichen Netzwerke zu bilden. Zum einen um eine schnellen und effektive Kommunikationsstruktur zu erhalten und zum anderen einen effektiven Austausch aller am Prozess Beteiligten zu erreichen.


Die Mitarbeiter des Jugendkulturzentrums sind aktive Mitglieder der folgenden aktuellen Netzwerke:
1. LAG Sozio Kultur RLP                regelmäßiger Erfahrungsaustausch, Hilfe                             bei Zuschussbeantragung, Mittler zum                             Ministerium
2. Netzwerk Jugend auf Kreisebene:         regelmäßiger Erfahrungsaustausch
3. Netzwerk Kindeswohl auf Kreisebene    neu gebildet auf Grund der gesetzlichen Vorgabe
4. Netzwerk Jugend- und Kindeswohl Lahnstein     Gegründet von den Mitgliedern bestehend aus  Polizei, Schulsozialarbeit, Lehrer, Ordnungsamt, Kirchen, Kinderschutzdienst, Jugendamt, ASD Mitarbeiter u.a.)
    Regelmäßige Treffen und Moderation im Jugendkulturzentrum    
Hierbei finden regelmäßige Treffen statt.



Die weiteren Partner des Jugendkulturzentrums und ihre Zuordnungen:

Kreisjugendamt/Jugendschutz:             Austausch/Jugendschutzkontrollen
Allgemeiner Sozialer Dienst des Jugendamtes     Einzelfallhilfe/ Sozialstunden ableisten
Stadtbücherei:     Lese- und Literaturveranstaltungen in Kooperation
            
LAG Rock & Pop:        Kooperationsveranstaltungen im Musikbereich
Lahnsteiner Musikszene     Kooperationsveranstaltungen im Musikbereich und bei der Nachwuchsförderung
Zoresteam    Nutzung der Räume und Förderung durch finanzielle Unterstützung
    Erweiterung der Besucherstruktur
KiTa Arche Noah    Gemeinsame Veranstaltungen und Kooperationen, Mitbetreuung der Hort-kinder
Arbeitsamt    Vermittlung und Kooperation
Ausschuss FB 3:                     Bindeglied zwischen Verwaltung und                             Politik
Jugendberatung des Diakonischen Werkes:         Aussiedlerarbeit und Selbstverteidigungskurs für Mädchen
Förderverein Jukz:                     Finanzielle Unterstützung für                                 Anschaffungen und Projekte
Kultursommer RLP                    Zuschüsse für kulturpädagogische                                 Projekte
Seniorenbüro:                        Internet Café
VHS    gemeinsame Angebote und Durchführung von eigenen Kursen im Jukz
Kooperation Mädchensozialarbeit:        Jugendberatungsstelle des             Diakonischen Werkes Bad Ems, Arbeitskreis
            Mädchen (kreisweite Jugendhäuser)
Schulen (Ganztagsschule)    Freiherr v. Stein Schule
Beirat für Migration und Integration des RLKreises    Veranstaltungen
Runder Tisch    Mitarbeit im Bereich Fair Trade, Benefizkonzert u.a.

Darüber hinaus ist auch, je nach Bedarfslage, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen möglich und wünschenswert:
Gesundheitsamt, weiteren Schulen, Kindergärten, Pro Familia, Frauenwürde e. V. und anderen Lahnsteiner Vereinen.

 

H. Schlusswort:


In Zusammenhang mit dem ständigen Wandel in unserer Gesellschaft und allen damit verbundenen Problemfeldern, ist es für eine soziokulturelle Einrichtung am wichtigsten flexibel und möglichst schnell auf diesen Wandel reagieren zu können. Das hier vorliegende Konzept ist deshalb in erster Linie als grundsätzliche Richtlinie zu verstehen, als Orientierungsrahmen. So können, nein müssen sich natürlich die Rahmenbedingungen und vor allem auch die tatsächlichen Aktivitäten ständig weiter entwickeln. Vor diesem Hintergrund sollte diese Konzeption alle 2 Jahre fortgeschrieben werden.

Diese Fortschreibung wurde im Oktober 2014 erstellt von:
Walter Nouvortne, Thomas Seggel und Nasstaran Houshmand

Ihr Kontakt

Jugendkulturzentrum Lahnstein
Haus der Generationen
Wilhelmstraße 59
56112 Lahnstein

+49 (0)2621 50604

+49 (0)2621 628556

jukz(at)lahnstein.de