29. Juni 2017 Kategorie: Pressemitteilungen

Stadtmauerhäuschen präsentierte sich zu Kaisers Geburtstag

Nächste Aktion am 01. September 2017

Die Mitarbeiter des Förderkreises vor dem Stadtmauerhäuschen (Foto: Katharina Geil)

Lahnstein. Von 1871 bis 1918 bestand das Deutsche Kaiserreich. In keiner Zeitung durften alljährlich zum Geburtstag von Kaiser Wilhelm I. (22. März) bzw. seinem Enkel Wilhelm II. (27. Januar) Lobesgedichte oder Hinweise zu öffentlichen oder vereinsinternen Gedenkfeiern fehlen, auf denen ein Hoch auf den Kaiser ausgerufen wurde.

So stellten die Akteure des Förderkreises Stadtmauerhäuschen kürzlich dar, wie vermutlich damals in einem Privathaushalt dem Kaiser gedacht wurde. Willi Eisenbarth hatte die Pickelhaube aufgesetzt, um mit den anderen „obrigkeitstreuen Untertanen“ den Geburtstag seiner Majestät zu begehen. Da der Großteil der Einrichtung im Stadtmauerhäuschen aus jener Zeit stammt, konnten die rund 80 Besucher sich bestens in jene Zeit zurückversetzen.
Die Eingänge und Fenster waren mit Birkenreisig geschmückt, die schwarz-weiß-rote Fahne hing über der Gasse, das Tafelsilber war poliert auf dem Tisch der „Guten Stube“ ausgelegt und zur Feier des Tages ein Kuchen gebacken. Auszüge aus der Lahnsteiner Presse jener Jahre dokumentierten die kaisertreuen Medien, die auf einer Stellwand ausgestellt waren. Gedenkblätter der kaiserlichen Familie und an die Militärdienstzeit Lahnsteiner Bürger fehlten ebenso wenig.
 
Die nächste Aktion startet zur „langen Nacht der Lahnsteiner Museen“ am 1. September 2017. Darüber hinaus ist das Häuschen jeden Mittwoch im Rahmen der öffentlichen Stadtführung zu besichtigen.