11. Januar 2018 Kategorie: Pressemitteilungen

Ausstellungen, Ahnenforschung, Archivtag

Lahnsteiner Stadtarchiv blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

Dr. Gregor Gysi recherchierte mit Unterstützung von Bernd Geil im Lahnsteiner Stadtarchiv. (Foto: Alina Hillesheim/Stadtverwaltung Lahnstein)

Lahnstein. Insgesamt 406 Mal wurde das Lahnsteiner Stadtarchiv für 115 externe Nutzer im vergangenen Jahr tätig. Der prominenteste war wohl der Bundestagsabgeordnete Dr. Gregor Gysi. Die am weitesten entfernten Anfragen kamen aus den USA und Australien. Überhaupt kam der Großteil, nämlich 73 %, der schriftlichen Anfragen von Auswärtigen. 182 waren es im letzten Jahr.
Außerdem wurden rund 60 verwaltungsinterne Anfragen gestellt. Nach dem Umzug in die ehemalige Kaiser-Wilhelm-Schule gibt es nun auch genügend Platz in den neuen Magazinräumen für die archivwürdigen Verwaltungsakten, die einige Zeit auf ihre Verzeichnung warten mussten.

Auch die Schenkungen, die 32 Personen an das Stadtarchiv und Museum machten, fanden ihren Platz. So wurden zum Beispiel das schriftliche Erbe des Schriftstellers Joe Juhnke, eine Fotosammlung zum kirchlichen Leben im Lahnstein der 1930er Jahre, eine Dokumentation zur jüdischen Gedenkarbeit in Lahnstein und diverse Unterlagen älterer Schuljahrgänge übergeben. Dem Heimatmuseum wurde unter anderem eine Uhrensammlung des Lahnsteiner Uhrmachermeister Werner Fischer inklusive seines Meisterstückes überlassen.

Die intensive Öffentlichkeitsarbeit ist Stadtarchivar Bernd Geil ein Herzensanliegen. Er informiert auf vielen Kanälen über die Lahnsteiner Geschichte und scheut dabei auch keine neuen Formate. So unterstützte er beispielsweise im letzten Jahr junge Filmemacher bei der Entwicklung eines interaktiven Wissensquiz´ zur Stadtgeschichte, das im Kino Lahnstein ausgestrahlt wurde. Neu ins Leben gerufen hat er 2017 auch ein Bilderrätsel, das in regelmäßigen Abständen veröffentlicht wird und zum Mitraten animieren soll. Dabei geht es um die Wiedererkennung von Orten im Stadtgebiet anhand historischer Fotos.
Schon seit Jahren beliebt und weiter fortgeführt wird die Serie „Lahnstein hat Geschichte“. Nahezu wöchentlich veröffentlichte das Stadtarchiv Beiträge zu diversen Themen oder Persönlichkeiten.

Ausstellungen zur Stadtgeschichte gab es ebenfalls in 2017. Die größte beschäftigte sich mit der Preußischen Zeit (1866-1914) und war in der Hospitalkapelle zu sehen.  

Mit Unterstützung des Stadtarchivs fanden über das ganze Jahr Aktionen in Hexenturm, Stadtmauerhäuschen und Bergbaumuseum statt. Hervorzuheben sind hier im September der Tag des offenen Denkmals und die Beteiligung an der „1. Lahnsteiner Museumsnacht“.

Häufig wird Stadtarchivar Bernd Geil auch als Experte von anderen bei ihren Projekten hinzugezogen. So geschehen bei den Stolpersteinverlegungen, die in den Jahren 2012 bis 2015 unter seiner maßgeblichen Beteiligung in Lahnstein durchgeführt wurden. Zusammen mit der Kolpingfamilie und  dem Lahnsteiner Altertumsverein erarbeitete das Stadtarchiv einen 40-seitigen Wegweiser hierzu, der im April 2017 herausgegeben wurde.

Für sein vielfältiges Engagement erfuhr Stadtarchivar Bernd Geil 2017 eine besondere Ehre mit der Verleihung des Hexenkrugs durch den Kur- und Verkehrsverein Lahnstein.

Für das neue Jahr stehen auch schon einige Termine fest. Am 3./4. März 2018 beteiligt sich das Stadtarchiv am bundesweiten „Tag der Archive“ mit einer zweitägigen Öffnung. Das Motto lautet „Demokratie und Bürgerrechte“.
Im November 2018 wird dann passend zum 100. Jahrestag des Kriegsendes die Ausstellung „Lahnstein(er) im Ersten Weltkrieg“ in der Hospitalkapelle zu sehen sein.