08. Januar 2018 Kategorie: Pressemitteilungen

Barocker Nepomuk wurde gesucht

Neues Bilderrätsel

Nepomuk 1993 (Foto: Michael Eisenbarth) und 2017 (Foto: Conni Krebs). Rästelbild: Album Thäle im Stadtarchiv Lahnstein, 1938.

Lahnstein. Das letzte Rätselbild zeigte die eindrucksvolle, überlebensgroße Plastik des Heiligen Nepomuk an der Rudi-Geil-Brücke auf Oberlahnsteiner Seite. Die Heiligenfigur aus gelbem Sandstein steht hier erst seit dem Brückenneubau von 1927. Zuvor stand sie 200 m lahnabwärts vor dem historischen Fährhaus am Ende der Bodewigstraße. Dort verband bis zum ersten Brückenbau (1873) eine Fähre die beiden Städte Oberlahnstein und Niederlahnstein. Dr. Fritz Michel schreibt in der Stadtgeschichte, dass 1735 der Schiffer Johann Breitenbach das Fährhaus den Gräflich Bassenheim`schen Erben abkaufte, „dessen Zugang in jener Zeit wohl mit der Statue des 1729 heilig gesprochenen St. Nepomuk geschmückt worden war“. Der historische Nepomuk war der Beichtvater der Frau von König Wenzel. Wenzel ließ ihn von der Prager Brücke in die Moldau zu Tode stürzen, weil er das Beichtgeheimnis seiner Frau nicht preisgab. Daher wird Nepomuk oft auf Brücken dargestellt. Bei dem König handelt sich um denselben Wenzel, der in Oberlahnstein im August 1400 von den Kurfürsten abgesetzt wurde. Die Lahnsteiner Heiligenstatue dürfte sogar barock sein, wofür die ganze Gestaltung spricht.  

Ein Dank gilt Conni Krebs für das richtige Lösungsbild. Das Wohngebäude auf dem Foto von 1993 wich kurze Zeit später einem Parkplatz.

Das heutige Rätselbild wurde beim Rosenmontagsumzug 1938 aufgenommen. „Et gieht nix iwer die Gemütlichkeit!“ Kleiner Tipp: Im Hintergrund links ist eine Schule zu erkennen. Ehemalige Schüler könnten sie an der Fensterumrahmung erkennen. Wo wurde die Aufnahme gemacht?

Aktuelle Vergleichsbilder können an das Stadtarchiv Lahnstein geschickt werden (archiv@lahnstein.de). Die beste Aufnahme wird mit der Auflösung in drei Wochen veröffentlicht. Weitere Bildvorschläge sind willkommen.