29. September 2017 Kategorie: Pressemitteilungen

Vor 50 Jahren starb Hotelier, Vereinsmensch und Lokalpolitiker Ludwig Kuhlmann

Einsatz auf vielen Ebenen für Lahnstein

Portrait von Ludwig Kuhlmann, um 1955 (Foto: Maiwald)

Lahnstein. Ludwig Kuhlmann wurde am 19. Februar 1885 in Essen geboren. Nach der Ausbildung als Maschinentechniker heiratete er 1919 in Niederlahnstein die Hotelierstochter Josefine Pothen. Mit ihr übernahm er von den Schwiegereltern das Hotel „Straßburger Hof“. Der Hotelname erklärt sich damit, dass Familie Pothen das Hotel 1904 von Herrn Straßburger übernommen hatte.

Im Laufe von fast fünf Jahrzehnten stand Ludwig Kuhlmann in Niederlahnstein im Vereinsleben und in der Kommunalpolitik in vorderster Linie. Lange Jahre gehörte er dem Stadtrat an und war von 1946 bis 1949 erster Beigeordneter, 1948/49 zugleich kommissarischer Bürgermeister der Stadt.

Neben Familie und Beruf gehörte seine Liebe auch dem Schäferhundesport. Kuhlmann gehörte 1923 zu den Mitbegründern der Ortsgruppe Lahnstein im Verein der Schäferhundefreunde und war bis zuletzt 1. Vorsitzender und Ehrenvorsitzender. Gleichzeitig gründete er die Arbeitsgemeinschaft „Mittelrhein“ der Schäferhundefreunde.
Außerdem war er Vorstandsmitglied der Volksbank Niederlahnstein und wurde für seine Verdienste um die heimische Wirtschaft 1966 zum Ehrenmitglied ernannt.
Auch den berufsständischen Interessen diente er und leitete bis zuletzt den Ortsverband Lahnstein im Hotel- und Gaststättengewerbe. Der Verkehrsverein Niederlahnstein wählte Kuhlmann zum Ehrenvorsitzenden und würdigte damit seine unermüdliche Arbeit im Dienste des Fremdenverkehrs.

Am 3. Oktober 1967 starb er im Alter von 82 Jahren und wurde auf dem Friedhof Allerheiligenbergstraße beigesetzt. Im Nachruf heißt es: „Mit Ludwig Kuhlmann verliert Niederlahnstein eine Persönlichkeit, die sich in sichtbarer Weise für die Heimatstadt eingesetzt hat.“ Das Hotel wurde von seinen Kindern Paul und Else bis Ende 1996 fortgeführt.