10. Januar 2017 Kategorie: Pressemitteilungen

Lahnstein feiert das neue Jahr mit Empfang

Bundesgartenschau 2031 als thematischer Schwerpunkt

Fotos: Alexandra Schäfer/Stadtverwaltung Lahnstein

Lahnstein. Am Sonntag hatten der Kur- und Verkehrsverein Lahnstein und die Stadt Lahnstein gemeinsam zum alljährlichen Neujahrsempfang in der Stadthalle eingeladen. Musikalisch eingestimmt durch Barbara Durben und Richard Geldner, begrüßte Günter Groß die Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur sowie insbesondere den geladenen Gastredner Hanspeter Faas, um danach auf das abgelaufene Jahr zurückzublicken. Als Vorsitzender des Kur- und Verkehrsvereins ging er vor allem auf das überaus rege Vereins- und Kulturleben in der Stadt ein. Viele Vereine feierten Jubiläum, wie beispielsweise die Kolpingfamilie (150 Jahre), andere freuten sich über große sportliche Erfolge wie beispielsweise der VfL über den Rhönrad-Weltmeistertitel. Der KVL selbst nahm unter anderem die Verleihung des Hexenkruges für ehrenamtliches Engagement an die Gruppe „Wir für Lahnstein", die sich für die Grünanlagen in der Stadt stark macht, vor.

„Ein neues Jahr bringt das, was du möglich machst." Mit diesen Worten begrüßte anschließend Oberbürgermeister Peter Labonte die Anwesenden. Sein erster Dank galt den Bürgern der Stadt und allen, die sich für das Gemeinwohl haupt- und ehrenamtlich engagieren. Stellvertretend hob er die Rettungskräfte Polizei, Feuerwehr und THW hervor, deren anwesenden Vertretern er seinen ausdrücklichen Dank für ihre Arbeit rund um das Jahr aussprach.

Labonte blickte auf die drei größten Projekte, die sich 2016 maßgeblich weiter entwickelt haben, zurück: die Reaktivierung des ehemaligen Güterbahnhofs Oberlahnstein zum Rheinquartier, die Aufnahme in das Landesförderprogramm Stadtumbau West und den Ausbau der Deines-Bruchmüller-Kaserne. Alle drei haben eine weit über das Jahr 2016 hinausgehende Strahlkraft. Neben diesen Großprojekten erwähnte er unter anderem die abgeschlossene Sanierung der Rhein-Lahn-Halle, die Auszeichnung von Willi Klein als Ehrenbürger sowie die neue Städtepartnerschaft mit dem italienischen Montesilvano.

Im Jahresbericht der Verwaltung, der auch auf der städtischen Homepage abrufbar ist, können diese und weitere Themen nachgelesen werden.

Für 2017 machte der Stadtchef Mut. Optimistisch blicke er in die Zukunft. Es bewege sich so viel Positives in der Stadt. Darauf könne man stolz sein. „Wir investieren ausschließlich in unsere Prioritäten: Schulen, Kindertagesstätten und Infrastruktur. Allein in den Bereich Schulen und Kinderbetreuung fließen sechs Millionen Euro“, führt Labonte aus. Die Gelder fließen in den Neubau einer sechsgruppigen Kindertagesstätte, die neben der Schillerschule errichtet wird. In der C.S.-Schmidt Straße wird derzeit eine weitere Kita zur dauerhaften Nutzung umgebaut und die Goetheschule wird zur Ganztagsschule.

Auch in Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wird schwerpunktmäßig investiert. Eine Million Euro fließt in den Ausbau der Straßen „Im Mittelgesetz“, „Horchheimer Höll“ und „Horchheimer Straße“. Eine kleine Ortsentlastungsstraße wird zur Vernetzung von Rheinquartier und Oberlahnsteiner Innenstadt gebaut und maßgeblich über das Förderprogramm Stadtumbau West finanziert werden.

Abschließend empfahl Labonte den Zuhörern das Neujahrskonzert am 22. Januar 2017, das erstmalig in Lahnstein stattfindet.

Nach dem Grußwort der Rhein-Lahn-Nixe Katharina I., ergriff Hanspeter Faas das Wort. „Gratulation zu dieser Entscheidung", so seine Meinung zur geplanten Bundesgartenschau 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal. In schwierigen Rahmenbedingungen Chancen zu erkennen, verdiene Anerkennung. Er nannte drei wesentliche Gründe, die seiner Meinung nach grundsätzlich für eine Buga sprechen: Termindruck bis zur Entscheidung, wirtschaftliche Impulse, Steigerung der Bekanntheit. „Es gehört Mut dazu, große Räder zu drehen. Bei Gartenschauen geht es um städtebauliche Entwicklung, weniger um die halbjährliche Schau. Es sind die langfristigen Impulse, die zählen“, so Faas. Seiner Ansicht nach seien Gartenschauen auch ein hervorragendes Instrument der Mittelstandsförderung, weil das eingesetzte Geld bei kleineren und mittleren Unternehmen ankomme. Für die Buga im Mittelrheintal riet er den Lahnsteinern sich mit den Themen der Zukunft zu beschäftigen und Lust darauf zu machen. Die Buga 2031 platze mitten hinein in einen gesellschaftlichen Veränderungsprozess. „Die Themen von der Buga 2011 werden 20 Jahre später nicht mehr funktionieren, dafür gebe ich Ihnen Brief und Siegel“, erklärte der Gartenschauexperte. Erfolgreiche Gartenschauen hätten sich nie nur auf das Anschauen von Gärten begrenzt. Gartenschauen seien Experimente. „Haben Sie Mut, aber bleiben Sie ehrlich gegenüber den Menschen. Das ist wichtig."

Zum Abschluss der Veranstaltung würdigte Oberbürgermeister Labonte Herrn Dr. Klemens Ellebrecht und Rettungssanitäterin Carina Nitzling, die sich in vorbildlicher Weise und ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit für das Leben ihrer Mitmenschen einsetzten und somit im besten Sinne des Wortes Zivilcourage bewiesen haben. Dr. Ellebrecht wurde sogar mit der Ehrennadel der Stadt Lahnstein ausgezeichnet, die er all jenen widmete, die jeden Tag für die Sozialgemeinschaft tätig sind.