21. November 2016 Kategorie: Pressemitteilungen

Beirat unterstützt Sprachförderunterricht an der Goetheschule


Hülya Babucoglu vom Lahnsteiner Beirat für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund überreichte Alexander Baukloh, Schulleiter der Goetheschule, einen Scheck in Höhe von 250 Euro zur Anschaffung von weiteren Materialien für den dortigen Sprachförderunterricht. (Foto: Nasti Houshmand/Stadtverwaltung Lahnstein)

Lahnstein. „Das Erlernen und Beherrschen der deutschen Sprache hat eine Schlüsselfunktion für gelingende Integration“. Turgay Emel, der Vorsitzende des Beirates für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund der Stadt Lahnstein, wird nicht müde, dies immer wieder zu betonen. „Man kann nicht früh genug beginnen, die deutsche Sprache zu lernen“, so Emel weiter und „wir vom Beirat helfen, wo wir helfen können.“ Hülya Babucoglu überreichte nun im Namen des Beirates einen Scheck in Höhe von 250 Euro an den Schulleiter der Lahnsteiner Goetheschule, Alexander Baukloh, zur Anschaffung von weiteren Materialien für den dortigen Sprachförderunterricht.

Vorangegangen war ein Besuch der Arbeitsgemeinschaft „Sprachförderung“ der Goetheschule durch die Beiratsmitglieder gemeinsam mit der Beauftragten für Migration und Integration der Stadt Lahnstein, Dagmar Schusterbauer. Die Arbeitsgemeinschaft „Sprachförderung“ ist eine Untergruppe der AG „Sprache“ des Runden Tisches für Flüchtlinge - „Willkommen in Lahnstein“.

Zurzeit sind etwa 25 Schülerinnen und Schüler mit erheblichem Sprachförderbedarf an der Grundschule. Sechs ehrenamtlich engagierte Frauen kümmern sich gemeinsam mit Bettina Kemp, Heike Heinrich und Mariella Morbach aus dem Lehrerkollegium, um die Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund und geringen Deutschkenntnissen. Jede ehrenamtliche Förderkraft unterrichtet zwei bis vier Schüler einen Tag in der Woche für zwei Stunden in einem speziell mit Fördermaterialien ausgestatteten Förderraum. Hinzu kommen jeden Tag zwei Stunden Sprachförderung durch die hauptamtliche Förderkraft Mariella Morbach. Da sich nur eine Arbeit in Kleingruppen auszahlt, sind die Betreuerinnen bemüht, dass jedes Kind zwei Mal in der Woche eine individuelle Förderung erhält. Außerdem werden bei speziellen Aktionen wie zum Beispiel ein Sprachförderfrühstück auch die Eltern der ausländischen Kinder miteinbezogen.
Zu jedem Kind werden täglich die Lerninhalte und -fortschritte festgehalten, so dass ein reibungsloser Übergang von Sprachförderin zu Sprachförderin möglich ist. Alle sechs Wochen treffen sich die Betreuerinnen und legen einen neuen Wortschatzschwerpunkt fest.

„Nicht selten unterstützen die Kinder nach dem Förderunterricht dann zuhause ihre Eltern, die manchmal mehr Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben“, wusste Jutta Niel, eine der ehrenamtlichen Helferinnen zu berichten.