21. Oktober 2016 Kategorie: Pressemitteilungen

Vor 25 Jahren wurden zwei Adolph-Kolping-Bildnisse eingesegnet


Foto: Bernd Geil/Stadtarchiv Lahnstein

Lahnstein. An der Rheinpromenade in Oberlahnstein, die im Jahre 1990 in das „Adolph-Kolping-Ufer“ umgetauft wurde, unweit der KD-Anlegestelle erinnert seit dem 19. Oktober 1991 ein Bildnis an den bekannten Gesellenvater.
Über 5.800 Kolpingfamilien weltweit hüten das Erbe des Mannes, der sich für die Benachteiligten in der Gesellschaft eingesetzt hat. Am 8. Dezember 1813 in Kerpen als Sohn eines Schäfers geboren, verstarb er am 4. Dezember 1865 als Führer der katholischen Gesellenvereine in Köln.

Der Schuhmachergeselle, der Priester wurde, nahm sich zu Lebzeiten der wandernden Handwerksgesellen an und gab ihnen in Gesellenhäusern eine Heimat. Seine Arbeit diente dem grundlegenden Ziel, einen Betrag zur Veränderung der Welt im Sinne einer christlichen Erneuerung menschlicher Lebensverhältnisse zu leisten.

Bereits in Kolpings Sterbejahr wurde in Oberlahnstein ein Gesellenverein gegründet, die heutige Kolpingfamilie St. Martin, die im vergangenen Jahr ihr 150- jähriges Bestehen feiern konnte. Auch in Niederlahnstein wurde 1876 ein Gesellenverein gegründet, die heutige Kolpingfamilie St. Barbara.

Rund 200 Besucher, darunter auch Bannerabordnungen benachbarter Kolpingfamilien im Bezirk Rhein-Lahn, waren trotz regnerischem Wetter am 19. Oktober 1991 zur Enthüllung des Bildnisses in die Rheinanlagen gekommen. Karl-Heinz Otto, damaliger Vorsitzender und heutiger Ehrenvorsitzender der Kolpingfamilie St. Martin und Ehrenbürger der Stadt Lahnstein, hieß die Gäste willkommen. Bildbauer Helmut Massenkeil aus Aschaffenburg, gebürtiger Lahnsteiner, hatte den bronzenen Kolpingkopf, aufgestellt auf einem etwa ein Meter hohen Marmorsockel, angefertigt. Der damalige Oberbürgermeister Karl Heinz Groß würdigte das Leben Kolpings, das von Glauben und christlicher Nächstenliebe geprägt gewesen sei. Er sei ein Beispiel dafür, was ein Einzelner anstoßen und bewirken kann, wenn er entschlossen soziale Probleme angeht. Das Bildnis möge allen Vorbeigehenden in Erinnerung rufen, was Adolph Kolping geleistet hat und anregen, den Nächsten zu achten. Eingesegnet wurde die Gedächtnisstätte vom früheren Lahnsteiner Pfarrer Winfried Didinger.

Noch in der gleichen Woche weilten drei Pilgergruppen aus Lahnstein in Rom und erlebten mit tausenden Kolpingschwestern und -brüdern aus aller Welt die Seligsprechung des Gesellenvaters am 27. Oktober 1991 durch Papst Johannes Paul II. auf dem Petersplatz mit.

Am 8. Dezember 1991, dem Kolpinggedenktag, wurde auch in der Pfarrkirche St. Barbara eine motivgleiche Kolpingabbildung desselben Künstlers aufgestellt. Diese Gedenkstätte wurde von Pfarrer Winfried Bandel eingeweiht.

Alljährlich am zweiten Adventsonntag feiern beide Lahnsteiner Kolpingfamilien den Kolpinggedenktag.