30. September 2016 Kategorie: Pressemitteilungen

Turmführungen „vom Hexenturm zum Pulverturm“

Aktion „Puppen der Welt – Welt der Puppen“ am Stadtmauerhäuschen

Der Förderkreis zeigt wertvolle Puppen aus aller Welt im Stadtmauerhäuschen. Der Hexenturm am Salhofplatz während des Hexenmarktes 2015. Fotos: (Bernd Geil/Stadt Lahnstein).

Lahnstein. Wer mehr über den Namensgeber des Lahnsteiner Hexenmarktes erfahren möchte oder ihn einmal bezwingen möchte, hat dazu am Sonntag, den 9. Oktober, wieder Gelegenhei

Stadtarchivar Bernd Geil bietet Turmführungen „Vom Hexenturm zum Pulverturm“ an. Wie schon die Bezeichnung sagt beginnen diese am Hexenturm und verlaufen entlang der östlichen Stadtmauer bis zum Pulverturm. Beide Türme können bis zur Aussichtsplattform bestiegen und alle Räume besichtigt werden. Dabei erfährt man Interessantes zur Stadtgeschichte, lernt die Bestände des Heimatmuseums kennen und genießt die Aussicht auf Lahnstein und seine Umgebung.

Treffpunkt der Führung ist im Erdgeschoss des Hexenturms, dem mittelalterlichen Verlies. Hier sind Objekte der Vor- und Frühgeschichte von der Steinzeit bis zur Frankenzeit ausgestellt. Dieser Raum ist von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Über den Wehrgang betritt man das erste und zweite Obergeschoss. Während der untere Saal heute die volkskundliche Abteilung des Museums mit Exponaten zur Stadtgeschichte beherbergt, wird der obere Saal (ehemals Wachstube der Turmbesatzung) auch als Trausaal genutzt. Entlang der östlichen Stadtmauer geht’s zum Pulverturm bei der Lahnsteiner Brauerei. Dieser 26 m hohe Rundturm aus Bruchsteinmauerwerk wurde 2007/08 restauriert und ist seither wieder vollständig begehbar.

Die Turmführungen beginnen jeweils um 14 und 16 Uhr am Hexenturm am Salhofplatz  und dauern ca. 75 Minuten. Sie sind kostenfrei. Auch die Besichtigung nur einrs der Türme ist dabei möglich.

Genau zwischen beiden Türmen in der Hintermauergasse 19 befindet sich das Stadtmauerhäuschen, erbaut um 1700 für die Wächter des naheliegenden Viehtores. Bewohnt bis 1970 wurde das Haus nach der Sanierung und dem Umbau zum Heimatmuseum so eingerichtet, wie man zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Lahnstein gelebt haben könnte. Das Wohnhaus in den Bögen der Stadtmauer ist von der Küche bis zum Speicher, dem mittelalterlichen Wehrgang, zu besichtigen. Auf der obersten Etage ist die Dauerausstellung zur 2000-jährigen Geschichte der Ziegelsteine zu sehen.

Zur Öffnung am 9. Oktober zeigt der Förderkreis als besonderes Highlight eine Vielzahl alter und internationaler Puppen aus Privatbesitz und erläutert diese den Besuchern. Die Aktion „Puppen der Welt – Welt der Puppen“ steigt von 13 bis 18 Uhr. Außen werden Kürbisse gegen Spenden zugunsten des Häuschens abgegeben. Der Eintritt ist frei.