14. Juni 2016 Kategorie: Pressemitteilungen

Die Entstehung von „Tal Total“ im Jahre 1992 in Lahnstein


Foto 1: Ministerpräsident Rudolf Scharping eröffnet den Erlebnistag „Tal Total“ und gleichzeitig das Baareschesser-Denkmal am neugestalteten Lehner Festplatz. 1992.

Foto 2: Einige Radfahrer bei „Tal Total“ auf der alten Lahnbrücke, Vorgängerin der Rudi-Geil-Brücke. (Fotos: Stadtarchiv Lahnstein)

Lahnstein. Der Erlebnistag „Tal Total“ von Bingen bis Rüdesheim und Koblenz bis Bingen fand erstmals am 28. Juni 1992 statt. Zur Vorbereitung wurde in Lahnstein wie auch in den übrigen Städten und Gemeinden am Mittelrhein ein Organisationsstab gebildet.  Mit der Lösung der administrativen-und Verkehrslenkungsprobleme befasste sich eine Arbeitsgruppe innerhalb der Bezirksregierung Koblenz, unter deren Führung der Erlebnistag vorbereitet wurde.

Rasch entwickelte sich in allen Gemeinden am Rhein eine regelrechte Eigendynamik bei Vereinen und Fachverbänden, so dass Mitte April mehr als 300 Programmpunkte in Lahnstein von Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Kreisverwaltung, Touristikgemeinschaft „Im Tal der Loreley“ und von Roger Lewentz, als Mitarbeiter des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten, vorgestellt werden konnten.

In Lahnstein wurden die Programmpunkte von den Mitarbeitern des städtischen Verkehrsamtes zusammengestellt. Veranstaltungsort des Programmes war der neue Festplatz an der Lahn, der an diesem Tag seiner Bestimmung übergeben wurde.

Der Fanfarenzug der TGO und die Bigband des Johannesgymnasiums eröffneten den Erlebnistag musikalisch. Oberbürgermeister Karl-Heinz Groß übergab den neuen Festplatz mit dem Baareschesser-Denkmal an die Öffentlichkeit. Ministerpräsident Rudolf Scharping gab als Anstifter des Erlebnistages in seiner damaligen Heimatstadt den Startschuss. Die Feierstunde wurde musikalisch von Lahnsteiner Chören umrahmt.

In Erinnerung an die Erdbeerfeste in Niederlahnstein gab es, organisiert vom Niederlahnsteiner Bürgerverein und Kur-und Verkehrsverein, verschiedene Erdbeerspezialitäten verbunden mit einem Treffen der ehemaligen Erdbeerköniginnen.

Auch turnerische Vorführungen der Mitgliedsvereine im Turnverband Mittelrhein wurden auf der Bühne vorgeführt.
 
Die Radfahrer hatten erstmals freie Bahn ab Johannesstraße, Brückenstraße, Westallee, Hochstraße und konnten vorn dort durch die Rheinanlagen und über die Max-Schwarz-Straße und dann über die B42 die anderen Rheinorte besuchen.
Das Alte Rathaus, der Hexenturm und die Hospitalkapelle waren geöffnet, der Marktbrunnen als Getränkestand eingerichtet und am Abend begannen die Burgspiele auf Burg Lahneck.

Im sportlichen Bereich hatten sich auch viele Vereine beteiligt. Beispielsweise öffnete die Rudergesellschaft ihr Bootshaus am Kränchen für jedermann und feierte ihren 70. Geburtstag mit Livemusik.

Am ersten Erlebnistag 1992 sammelten sich bei Bilderbuchwetter mehr als eine halbe Million Menschen, überwiegend mit den Fahrrädern, auf den Bundesstraßen auf beiden Seiten des Mittelrheins.

Am Abend dankte Rudolf Scharping, überwältigt von der Reaktion der Bürger, allen Mitstreitern für ihr großes Engagement und verkündete, dass der Erlebnistag aufgrund des Riesenerfolges nun alljährlich am letzten Sonntag im Juni stattfinden soll.