23. Mai 2016 Kategorie: Pressemitteilungen

Schwarzwild vermehrt sich durch die milden Winter stärker


Lahnstein. Lahnsteiner, die in den waldnahen Wohngebieten leben, müssen auch in den kommenden Monaten wieder vermehrt damit rechnen auf Wildschweine im Stadtgebiet zu treffen. Die vergangenen milden Winter haben die Schwarzwildpopulation weiter ansteigen lassen, da die Nahrungssuche für die Tiere deutlich einfacher ist und ein natürlicher Fressfeind in unserer Region nicht existiert.

Die Stadt Lahnstein bittet daher alle Bewohner, die eigenen Grundstücke und Gärten für Schwarzwild so unattraktiv wie möglich zu gestalten.
Dies kann dadurch geschehen, dass keine Essensreste auf dem Kompost entsorgt werden, damit das Nahrungsangebot im Wohngebiet so gering wie möglich ist. Außerdem wird der Stadt Lahnstein regelmäßig mitgeteilt, dass Bürger gezielt Brot- und Kuchenreste verstreuen, um damit Wild zu füttern. Dieses gefahrenlose Nahrungsangebot führt dazu, dass Schwarzwild sich erstens an den Menschen gewöhnt und zweitens auch außerhalb der Dämmerung und Nacht die Wohngebiete nach Nahrung absucht.

Um Schwarzwild aus dem eigenen Garten abzuhalten, bietet sich lediglich die Möglichkeit einer geeigneten Umzäunung. Diese stabile Zaunanlage muss mindestens 1,5 m hoch, in den Boden eingelassen und aus einer nicht biegbaren Bauweise hergestellt sein. Klassische Maschendrahtzäune sind für Schwarzwild kein Problem, da sie in Bodennähe den Zaun ein- und hochdrücken.

Um zusätzliche Unruhe im Wald und weiteres Aufschrecken von Wild in Richtung Waldrand zu vermeiden, werden alle „Waldgänger“, insbesondere auch die Freizeitsportler gebeten, sich nur auf den ausgewiesenen Straßen und Waldwegen zu bewegen. Maschinenwege, Rückeschneisen, Gliederungslinien sind zu meiden.

Die Stadtverwaltung Lahnstein hat eine E-Mailadresse zum Thema Schwarzwild eingerichtet, dorthin können Fragen, Fotos und Begegnungen mit den Schwarzkitteln gerichtet werden: schwarzwild@lahnstein.de

Wildschweine im Garten – was tun?


•    Wenn Sie einem Wildschwein begegnen, bleiben Sie still stehen und ziehen Sie sich langsam zurück, wenn das Tier nicht weiterläuft.
•    Warten Sie, bis die Wildschweine von alleine weiter ziehen. Grundsätzlich besteht keine Gefahr, jedoch kann eventuell ein Muttertier seinen Nachwuchs verteidigen in dem es angreift. Gleiches gilt für verletzte Tiere.
•    Wildschweine sind Allesfresser. Abfalltonnen und Müllsäcke sind für sie ansprechende Nahrungsspender. Gleiches gilt für Essensreste auf Kompost.
•    Bitte unterlassen Sie ebenfalls das gezielte Füttern von Schwarzwild, auch im Hinblick auf die Population von Ratten.
•    Durch die gefahrenlose Nahrung verliert das Schwarzwild seine Scheu und seinen Fluchtinstinkt zum Menschen.
•    Einfriedung mit schwarzwildsicherem Zaun (etwa 1,50 Meter hoch, fester Betonsockel, stabile Bauweise)