23. März 2016 Kategorie: Pressemitteilungen

Auch in Lahnstein derzeit wenige Asylneuzugänge


Lahnstein. 340 Flüchtlinge leben momentan in Lahnstein. 229 davon warten als Asylbewerber noch auf eine Entscheidung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) über ihr Bleiberecht. In der Zwischenzeit werden sie durch die Stadtverwaltung Lahnstein betreut.

In diesem Jahr wurden der Stadt bisher 57 Asylbewerber zugewiesen. Waren es im Januar 2016 noch insgesamt 43, so kamen im Februar 11 und im März bisher nur 3 Personen. Die Asylbewerber bleiben länger in den Erstaufnahmeeinrichtungen, nur Flüchtlinge, die nicht aus sogenannten sicheren Herkunftsländern kommen, werden auf die Kommunen verteilt. „Wie sich alles jedoch weiter entwickelt, kann vor Ort nicht prognostiziert werden“, so Werner Kratz, der zuständige Fachbereichsleiter. Die internationale Lage sei kaum zu überblicken. Deshalb sucht man in Lahnstein auch weiterhin nach dezentralen Unterbringungsmöglichkeiten. Privatvermieter, die bereit sind, an Flüchtlinge zu vermieten, können sich nach wie vor mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen.
„Sicher werden uns wieder Flüchtlinge zugewiesen. Die Gewährung von Asyl ist ein Grundrecht, die Unterbringung und der Schutz von Kriegsflüchtlingen auch ein Gebot der Nächstenliebe“, so Dagmar Schusterbauer, die Beauftragte für Migration und Integration der Stadt Lahnstein. Nach dem Landesaufnahmegesetz Rheinland-Pfalz sind die Kommunen verpflichtet, Asylbewerber unterzubringen. Die Vorlaufzeit beträgt dabei etwa zwei Wochen.

Auch wenn die sogenannten „Ankommensbegleiter“ derzeit nicht – wie noch vor einigen Wochen – zweimal wöchentlich gefordert sind, so sind die vielen Ehrenamtlichen in Lahnstein, die beim „Runden Tisch für Flüchtlinge - Willkommen in Lahnstein“ hervorragend zusammenarbeiten, doch vielfältig mit Integrationsaufgaben beschäftigt und haben regelmäßigen Kontakt zu den Flüchtlingen. Freizeitgestaltung, Sprachförderung und Arbeitsvermittlung sind dabei Schwerpunkte. „Wir sind sehr dankbar, in unserer Stadt so viele ehrenamtliche Menschen bei dieser Aufgabe im Einsatz zu wissen“, so Oberbürgermeister Peter Labonte.


Kontakt für potentielle Vermieter:

Thomas Schneider, Telefon 02621 914-306

Kontakt für ehrenamtlich Interessierte:
Dagmar Schusterbauer, Telefon 02621 914-307