14. Januar 2016 Kategorie: Pressemitteilungen

Lahnsteiner "Stolpersteine" (Folge 7): Josef Müller


Heute erinnert das Stadtarchiv Lahnstein an Josef Müller, an den seit dem 20. Oktober 2015 ein Stolperstein vor dem Haus Mittelstraße 85 erinnert. Der Lahnsteiner wurde wie sein Bruder Johann ein Opfer der Euthanasie unter den Nationalsozialisten.
Josef Müller ist der 17 Jahre jüngere Bruder von Johann Müller. Zum Zeitpunkt seiner Geburt, am 21.01.1907, wohnen seine Eltern Johann und Barbara Müller in Oberlahnstein in der Hintermauergasse 1a.
Josef wird Eisenbahnarbeiter. Er bleibt ledig und wohnt mit Eltern und Geschwistern später in der Mittelstraße 69 (heute Mittelstraße 85).
Am 24.05.1937 wird er in die Landes-Heilanstalt Eichberg eingewiesen. Von dort wird er am 20.05.1941 in die Landes-Heil und Erziehungsanstalt Hadamar (Nassau) verlegt, wo er gleich am Aufnahmetag vergast wird.
Um dies zu verschleiern, wird die Patientenakte nach Bernburg gesandt, um dort den Tod am 04.06.1941 zu beurkunden.

HIER WOHNTE
JOSEF MÜLLER
JG. 1907
EINGEWIESEN 24.05.1937
HEILANSTALT EICHBERG
„VERLEGT“ 20.05.1941
HADAMAR
ERMORDET 20.05.1941
AKTION T4