31. Juli 2015 Kategorie: Pressemitteilungen

Politiker und Geschäftsführung des St. Elisabeth Krankenhauses Lahnstein zur Schließung der Geburtshilfe

St. Elisabeth Krankenhaus wird weiterhin wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung der Region und der Ausbildung von Pflegekräften spielen / Land und Krankenhausträger investieren in Ausbau

Lahnstein. Am 28. Juli 2015 haben der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler, und Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Pascal Scher auf Initiative des Lahnsteiner Oberbürgermeisters Peter Labonte die Konsequenzen aus der Schließung der Geburtshilfe im St. Elisabeth Krankenhaus in Lahnstein beraten. Die Geburtshilfe des Krankenhauses muss zum 1. August 2015 geschlossen werden, da sich für einen kurzfristig ausgeschiedenen Belegarzt keine Nachfolge finden ließ.
Die Teilnehmer des Gesprächs drückten ihr Bedauern für diesen Schritt aus, mussten aber feststellen, dass alle Bemühungen der Klinik – auch eine bundesweite Personalsuche – ohne Erfolg geblieben sind.
Dr. Scher informierte vor Ort nochmals im Detail über die Hintergründe der Entscheidung und die schwierigen Rahmenbedingungen der Geburtshilfe in Lahnstein. Gleichwohl wird, so die einhellige Meinung der Gesprächsteilnehmer, das St. Elisabeth Krankenhaus auch in der Zukunft eine wichtige Rolle für die zukünftige Gesundheitsversorgung von Stadt und Landkreis spielen, die von einem höheren Versorgungsbedarf durch den demographischen Wandel geprägt ist. Dabei wurden auch der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften sowie entsprechende Gegenmaßnahmen diskutiert. Das St. Elisabeth Krankenhaus leistet hier einen wichtigen Beitrag: in Kooperation mit einer Pflegeschule werden jährlich 39 Pflegekräfte ausgebildet.
Das St. Elisabeth Krankenhaus versorgt mit 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jährlich rund 6000 Patienten stationär und ambulant in den Fachabteilungen für Innere Medizin, Chirurgie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Gynäkologie und Psychiatrie.
Für Landrat Frank Puchtler ist das St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein ein Eckpfeiler der Gesundheitsversorgung im Rhein-Lahn-Kreis.
Auch das Land Rheinland-Pfalz erkenne seine Leistungen an. Es habe in den vergangenen Jahren bereits rund 12 Millionen Euro in die Infrastruktur des Krankenhauses investiert und damit wichtige Strukturen für eine wohnortnahe Grund- und Regelversorgung geschaffen, so Innenminister Roger Lewentz.
Investition in Gesundheitszentrum und Kurzzeitpflege
Auch der Elisabeth Vinzenz Verbund, ein Zusammenschluss von bundesweit acht katholischen Krankenhäusern mit Sitz in Berlin, investiert als starker Träger des St. Elisabeth Krankenhauses nachhaltig in den Standort Lahnstein: Das ehemalige Schwesternwohnhaus neben dem Krankenhaus wird zurzeit zu einem integrierten Gesundheitszentrum mit Praxen und erweiterter Kurzzeitpflegeeinrichtung umgebaut. Im kommenden Jahr wird – unter erheblicher finanzieller Beteiligung des Landes und des Trägers – in die Modernisierung der psychiatrischen Station investiert.
Zweite chirurgische Belegarztpraxis ab Oktober 2015
Der Lahnsteiner Oberbürgermeister Peter Labonte bekräftigte, dass das St. Elisabeth Krankenhaus als großer Arbeitgeber der Gesundheitswirtschaft in Stadt und  Region weiter in die Zukunft investiert. Labonte freute sich daher besonders über die Mitteilung von Dr. Scher, dass eine zweite orthopädisch-unfallchirurgische Belegarztpraxis am St. Elisabeth Krankenhaus bereits im Oktober 2015 eröffnen wird.
Hierdurch wird ein weiteres wichtiges Standbein des Krankenhauses in der medizinischen Versorgung für die Bevölkerung geschaffen und es wird wieder einmal mehr deutlich, dass die Zukunftsfähigkeit des St. Elisabeth Krankenhauses Lahnstein auch weiterhin gesichert ist.