30. Januar 2018 Kategorie: Pressemitteilungen

Verkehrsschau im Stadtgebiet durchgeführt

Situation im Lindenweg schon mehrfach angepasst

Lahnstein. Ende November 2017 führte die Stadtverwaltung Lahnstein als zuständige Verkehrsbehörde gemeinsam mit Polizei, ADAC und ADFC die jährliche Verkehrsschau im Stadtgebiet durch. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des umweltfreundlichen Fahrradverkehrs im innerörtlichen Verkehr war erstmals der ADFC dabei. Aufgabe der jährlichen Verkehrsschau ist, Gefahrenstellen in Augenschein zu nehmen und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Bei der aktuellen Verkehrsschau stand unter anderem der Kreuzungsbereich Lindenweg/Steinkauterweg im Fokus, der aufgrund der einseitigen Sperrung der B42 häufiger als Ausweichstrecke genutzt wird und sich seitdem zu einem Unfallpunkt entwickelt hat: „Vor dieser Problematik verschließen wir keineswegs die Augen“, so der zuständige Fachbereichsleiter Gordon Gniewosz. Im Gegenteil. „Wir waren schon häufig vor Ort und haben schon mehrfach die Verkehrssituation angepasst.“

Bereits Mitte Juli 2017 im Lindenweg wurde das Zeichen 102 StVO („Kreuzung oder Einmündung“) aufgestellt, um auf die Kreuzung mit der Vorfahrtsregelung „rechts vor links“ aufmerksam zu machen.
Außerdem wurden wiederholte Geschwindigkeitsmessungen und verstärkte Kontrollen des Parkens im Kreuzungsbereich durchgeführt. „Die Parksituation hat sich inzwischen verbessert“, so Gniewosz, „aber nicht alle Maßnahmen fruchten gleich gut. Das 30 km/h-Limit wird ausweislich der Messungen von fast allen Kraftfahrern eingehalten. Das Hauptproblem liegt jedoch in der Wahrnehmung der Kreuzung.“

Deshalb war das Ergebnis der Expertenrunde bei der Verkehrsschau im November 2017, zur weiteren Verdeutlichung der Kreuzungssituation und der bestehenden Vorfahrtsregelung die Markierung aller vier Kreuzungsäste mit Zeichen 341 StVO („Wartelinie“) anzuordnen. Den angeordneten Markierungsarbeiten kamen jedoch bislang hierfür zu niedrige Temperaturen und zu nasses Wetter dazwischen.

Weil es aber, bevor die Markierung angebracht werden konnte, wieder zwei Unfälle in diesem Bereich gegeben hatte, hat das Ordnungsamt gemeinsam mit Polizei und ADAC bereits eine andere Lösung entwickelt, um die Kreuzung sicherer zu machen und zugleich eine Verkehrsberuhigung für das gesamte Wohngebiet zu erreichen. Der Lindenweg wird versuchsweise aus Richtung Europaplatz, und Dr.-Weber-Straße als „unechte Einbahnstraße“ für die Durchfahrt gesperrt. Ausgenommen sind Radfahrer. Auch im Umfeld werden hierbei einige Verkehrsführungen geändert, um neuen „Ausweichstrecken“ vorzubeugen.

Bei der Verkehrsschau wurde noch über weitere neuralgische Punkte im Stadtgebiet gesprochen. Unter anderem waren die Einmündungssituation und die Fußgängerquerung in der Hermsdorfer Straße (Bereich Am Rasenplatz, Fitnessstudio, Kaserne), der Kreuzungsbereich am Amtsgericht oder auch der Radwegeverkehr in der Koblenzer Straße Thema. „Wir fahren und gehen wachen Auges durch die Stadt und machen unsere Beobachtungen. Außerdem reagieren wir auf Hinweise aus der Bevölkerung, über die wir stets sehr dankbar sind und denen wir gerne nachgehen“, erklärt Gniewosz, „genau wie Polizei, ADAC und ADFC. Alle Beteiligten bringen ihre Erfahrungen bei der Verkehrsschau ein und überlegen gemeinsam, welches die beste Lösung für ein Problem ist. Allerdings gibt es regelmäßig auch Stellen, an denen Änderungen nicht zielführend oder rechtlich und tatsächlich nicht möglich sind.“

Aktuell findet die Aufarbeitung und Umsetzung der Ergebnisse der Verkehrsschau statt.