20. September 2017 Kategorie: Pressemitteilungen

Sehenswürdigkeiten warben für sich selbst

Zum „Tag des offenen Denkmals“ kamen viele Besucher nach Lahnstein

Viele nutzen die Gelegenheit das Martinsschloss beim Tag des offenen Denkmals zu besichtigen. (Foto: Bernd Geil/Stadtverwaltung Lahnstein)

Lahnstein. Zum bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ öffneten auch in Lahnstein einige Sehenswürdigkeiten ihre Pforten.
Besonders großes Interesse zeigten die Besucher am zentral gelegenen Martinsschloss in den Rheinanlagen. Die Anlage ist eine der wenigen unzerstörten Burgen am Mittelrhein. Erstmalig war der große Wehr- und Wohnturm zu besichtigen und rund 230 Besucher nutzten diese Gelegenheit. Vier Führungen bot die Lahnsteiner Rittergilde, die im Weinsberger Turm des Schlosses ihren Sitz hat, in stilechtem Outfit und erläuterte die Restaurierungen der letzten Jahre.

Einen ebenfalls nicht alltäglichen Einblick bot sich beim Besuch des Bahnwasserturms an der Braubacher Straße. Das Bauwerk ist in Privatbesitz und wird gerade im Inneren zu einer Ferienwohnung umgebaut. Von hier aus wurden im Dampfzeitalter alle Loks im Güterbahnhof Oberlahnstein mit Wasser versorgt, eine Leitung führte sogar zum Bahngelände in Niederlahnstein.

An der Lahnmündung informierte der Förderkreis der Johanniskirche über die älteste Emporenbasilika am Mittelrhein. Rund 80 Personen verschafften sich einen Eindruck von dem Kirchenbauwerk bei den angebotenen Führungen und auch der Informationsstand samt Weinausschank vor der Kirche fand regen Zuspruch.

Mit von der Partie war auch der Förderkreis des Stadtmauerhäuschens, der zum Besuch in die Hintermauergasse 19 einlud. Viele Auswärtige, die das um 1700 in zwei Bögen der Stadtmauer angebaute Fachwerkhaus noch nicht kannten, zeigten sich beeindruckt von der Enge des ehemaligen Wohnhauses, aber auch von der besonderen Atmosphäre des Gebäudes.
Die nächste Öffnung des Häuschens ist zum Hexenmarkt am Sonntag, den 15. Oktober 2017, von 13 bis 18 Uhr.