16. Februar 2017 Kategorie: Pressemitteilungen

Lahnsteins Oberbürgermeister a. D. Rolf Weiler feiert 80. Geburtstag


(Foto: Slg. Stadtarchiv Lahnstein)

Lahnstein. Rolf Weiler, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein, feiert heute, am 16. Februar, seinen 80. Geburtstag.
Geboren wurde Weiler 1937 in Niederheimbach. Nach dem Abitur in Bingen studierte er in Mainz Jura und Volkswirtschaft. Die erste juristische Staatsprüfung bestand Weiler 1963 mit Prädikat, die große juristische Staatsprüfung 1967 ebenso. Ab 1967 war er als Regierungsassessor des Landes Rheinland-Pfalz beim Landratsamt in St. Goarshausen tätig, wo ihm mit der Zeit die Leitung sämtlicher Abteilungen übertragen wurde. Neben der Vertretung des Landrats und dem Vorsitz im Kreisrechtsausschuss sowie der Vertretung des Kreises vor Gericht, wirkte er bei den Vorbereitungen für die Arbeit von Kreistag und Kreisausschuss mit.

1969 wurde er vom damaligen Landrat Bohmeier zum Beauftragten für Lahnstein für die Verwaltungsreform eingesetzt. Seine wichtigste Aufgabe nach der Zusammenlegung der beiden Städte Niederlahnstein und Oberlahnstein (7. Juni 1969) war die Durchführung und Leitung der ersten Lahnsteiner Kommunalwahl einen Tag später.
Auf Vorschlag der CDU-Fraktion wurde der parteilose Weiler vom neugewählten Stadtrat am 8. Oktober 1969 knapp mit 15 zu 14 Stimmen bei zwei Enthaltungen zum Bürgermeister gewählt und setzte sich somit gegen Fritz Berlin, den ehemaligen Bürgermeister von Oberlahnstein, durch, den die SPD als ihren Kandidaten aufgestellt hatte. Seine Stelle trat er zum 1.11.1969 an, seit dem 1.1.1970 (Lahnstein wird große kreisangehörige Stadt) durfte er sich Oberbürgermeister nennen.

In seiner Amtszeit als Oberbürgermeister nahm die neugebildete Stadt eine beachtliche Aufwärtsentwicklung. So wurde unter anderem die Stadthalle gebaut (1973), das Hallenbad (1976) errichtet und mit Hilfe der Stadt das Kurzentrum (Eröffnung Kurthermen 1973, Klinik 1975) geschaffen. Besonders eingesetzt hat er sich für das Zusammenwachsen der beiden ehemals selbstständigen Städte Nieder- und Oberlahnstein. Der Kur- und Verkehrsverein ehrte ihn 1977 mit dem Hexenkrug.
Das Amt des Oberbürgermeisters übte er bis zum Herbst 1977 aus und wechselte dann zur Toto-Lotto-Zentrale in Koblenz. Er wurde Direktor der Sport-Toto GmbH und des Staatlichen Zahlenlottos Rheinland-Pfalz. Bereits seit 1974 war er Schatzmeister des Landessportbundes und wurde 1984 dessen Präsident. 1979 wurde er auch in den Rundfunkrat des Südwestfunks berufen und saß hier im Fernseh- und Rechtsausschuss. Als Lotto-Geschäftsführer blieb er bis 1997 im Amt, als Präsident des Landessportbund bis 1996. Seinen Ruhestand verlebt er in Lahnstein.